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Verkehrsunfallbilanz 2004: Mehr Verkehrsunfälle - weniger Unfallopfer
Münster. Mehr Unfälle, weniger Opfer: Auf den Straßen im Regierungsbezirk Münster ereigneten sich im vergangenem Jahr 73 038 Verkehrsunfälle, das sind 1184 (1,65 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum 2003. Die Zahl der Toten ging um 16 auf 162 zurück. Auch bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden, Schwer- und Leichtverletzten war ein Rückgang zu verzeichnen. 10 880 Unfälle mit Sachschaden und Fahrerflucht wurden der Polizei im Regierungsbezirk gemeldet, das ist ein Anstieg von 1,7 Prozent.
Im Jahr 2004 verunglückten 1464 Kinder (2003:1527) unter 15 Jahren, bei den bis 24-jährigen waren es 2406 (2003: 2499). Bei den Senioren ab 65 Jahren verunglückten 1297 Personen, eine mehr als im Vorjahreszeitraum.
Münsterland:
Auch auf den Straßen im Münsterland setzt sich dieser Trend fort. Hier ereigneten sich 39 316 Unfälle, das sind 410 mehr als im Vorjahreszeitraum. 108 Tote waren zu beklagen, zwei mehr als im Jahr 2003. Verkehrsunfälle mit Personenschaden, Schwer- und Leichtverletzten sind auch hier rückläufig. 5713 Unfälle mit Sachschaden und Fahrerflucht, eine Zunahme von 0,23 Prozent gab es auch im Münsterland.
Emscher-Lippe:
In der Emscher-Lippe-Region ereigneten sich im vergangenen Jahr 29 007 Verkehrsunfälle, das ist eine Zunahme von 0,88 Prozent. Die Zahl der Toten sank von 44 auf 40.
Die Verkehrsunfälle mit Personenschaden, Schwer- und Leichtverletzten nahmen in der Emscher-Lippe-Region ab. So verringerten sich beispielsweise die Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 6,09 Prozent auf 3564, die Anzahl der Schwerverletzten sank von 734 auf 716. Unfälle mit Sachschaden und Fahrerflucht stiegen um 2,20 Prozent auf 4782.
Verkehrsunfallentwicklung auf den Autobahnen im Regierungsbezirk Münster
Auf den Autobahnen im Regierungsbezirk ereigneten sich 4715 Verkehrsunfälle, das sind 519 (12,37 Prozent) Unfälle mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein Abwärtstrend ist bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden zu verzeichnen. Hier ereigneten sich im letzten Jahr 495 (2003:580) Unfälle.
Insgesamt verunglückten auf den Autobahnen im Regierungsbezirk 770 Personen, das sind 162 weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Zahl der Toten halbierte sich von 28 auf 14 Personen.
Hauptunfallursachen: Alkohol, Geschwindigkeit, Überholen
91 Autofahrer verursachten unter Alkoholeinfluss einen Unfall, im Vorjahreszeitraum waren es 61. Die festgestellten Alkoholmengen lagen hauptsächlich zwischen 1,1 und 2,0 Promille.
Im Bereich der Geschwindigkeitsübertretungen von 546 gegenüber 508 war wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Beim Überholen krachte es 226 Mal (2003: 195). Die Auffahrunfälle verringerten sich von 890 auf 884, 272 Mal geschah dies am Stauende.
Die Zahlen im Bereich der Unfallflucht auf den Autobahnen stieg von 472 Fällen auf 516.
Lkw-Unfälle
Bei gut mehr als einem Drittel aller Unfälle, nämlich 1772, waren Lastkraftwagen beteiligt. 107 Unfälle mit Personenschaden (2003:97) wurden von Lkw-Fahrern verursacht. 31 Lkw-Fahrer verursachten Auffahrunfälle mit Personenschaden.
Von den insgesamt 14 getöteten Personen auf den Autobahnen starben sieben Menschen in Verbindung mit Lkw-Unfällen.
Unfälle mit Kradfahrern
Die Zahl der Unfälle sank von 64 auf 57. Dabei wurden allerdings 20 Personen schwer verletzt (2003:14). Zwei Kradfahrer wurden dabei getötet (2003:sechs).
16.02.2005

