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Friedensstifter für den ländlichen Raum

Bodenordnungs-Gutachten zeigt: Öffentliche Verwaltung schafft mehr Werte, als sie kostet / Staatssekretär Dr. Griese: Engagement der Agrarordungs-Behörden ermöglich Milliarden-Investitionen

Münster. Die neue Bundesstraße, die neue Bahnlinie, ein neuer Deich: Immer wenn der Bauer seine Scholle abgeben muss, helfen die nordrhein-westfälischen Ämter für Agrarordnung, Ärger - und Kosten - zu vermeiden. Das ist das Ergebnis eines wissenschaftlichen Gutachtens, dass die Firma BMS Consulting aus Düsseldorf heute (12. Mai) in Münster vorstellte. Das Ergebnis der halbjährigen Untersuchung: Das moderne Verfahren der Unternehmensflurbereinigung ist nicht nur ein Friedensinstrument für den ländlichen Raum, sondern hilft auch Kosten sparen. "Wir haben fünf einzelne Projekte untersucht. Bei allen zeigte sich, dass der Erfolg - in Euro und Cent gerechnet - regelmäßig größer ist als der Aufwand", kommentiert Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz von der Bezirksregierung Münster das Ergebnis. Das Gutachten zeige zudem, dass die Kunden der Bezirksregierung und der Ämter der Agrarordnung mit der Leistung der Behörden sehr zufrieden sind.

Beispiel ICE-Neubaustrecke Köln-Frankfurt: Während derartige Neubauprojekte fast immer Enteignungen erforderlich machen – nicht jeder will schließlich sein Land freiwillig abgeben - sei das Land NRW einen anderen Weg gegangen. "Durch einen sensibel organisierten Flächentausch unter Führung des Amtes für Agrarordnung Siegburg ist es uns gelungen, die 85 Hektar Fläche zeitgerecht zur Verfügung zu stellen, ohne auch nur einen Landwirt enteignen zu müssen", so Staatssekretär Dr. Thomas Griese aus dem NRW-Umweltministerium. Der umsichtigen Arbeit des Amtes sei es deswegen zu verdanken, so Griese, dass die Bahn AG ohne Zeitverlust Milliarden investieren konnte. Die Ergebnisse seien übertragbar. "Und das ist gut so", so Griese, "denn die Anforderungen an den ländlichen Raum werden immer vielfältiger." Während er früher hauptsächlich der Ernährung der Menschen gedient habe, werde er heute benötigt zum Wohnen, zur Erholung, zur Freizeitgestaltung oder für die Wirtschaft. Alle diese Nutzungen griffen in privates Eigentum ein, so Griese. Konflikte seien vorprogrammiert.

12.05.2005

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