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Landschaftsbeiraete fordern den Erhalt der Bezirksregierungen
Bildunterzeile:
Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven (r.) erhält die Resolution der Landschaftsbeiräte für den Erhalt der Bezirksregierungen von Prof. Dr. Bernhard Surholt.
Resolution an Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven übergeben
Münster. Die Landschaftsbeiräte bei den fünf Bezirksregierungen im Land Nordrhein-Westfalen fordern die Landesregierung auf, die Bezirksregierungen zu erhalten und deren Funktion als höhere Landschaftsbehörde langfristig zu sichern. Um ihr Anliegen zu unterstützen, übereichte heute (8. Dezember) Prof. Dr. Bernhard Surholt, Vorsitzender des Landschaftsbeirats bei der Bezirksregierung Münster, eine gemeinsamen Resolution an Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven.
In ihrer Erklärung sehen die Gremien in der regionalen Bündelung unterschiedlicher Interessen, der engen Koordination verschiedener Fach- und Rechtsgebiete auf der Ebene der Bezirksregierungen hohe Effektivität für den Naturschutz und andere Aufgabenbereiche, die sich auch positiv auf die Verfahrensdauer auswirken. Einer Kommunalisierung von Umwelt- und Naturschutzaufgaben erteilen die Landschaftsbeiräte eine Absage: Aus ihrer Erfahrung könnten Belange des Natur- und Umweltschutzes vor Ort nicht immer mit gebotener Distanz gewürdigt und berücksichtigt werden, heißt es in der Resolution. Ein weiterer Aspekt sei, dass die Bezirksregierungen durch die Konzentration von Aufgaben die deutlich kostengünstigere Alternative darstellen.
In ihrem gemeinsamen Papier beanstanden die Unterzeichner auch Vorhaben des Gesetzgebers, Regelungen im Umwelt- und Naturschutz zu erweitern und fordern eine gründliche Aufgabenkritik zur geplanten Neuorganisation der Verwaltungsebenen im Hinblick auf Effektivität und Zweckmäßigkeit der Reformen. Die Beiräte erhoffen sich, an diesem Prozess beteiligt zu werden und wünschen sich eine ergebnisoffene Diskussion.
Für Nachfragen zum Inhalt der Resolution wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Bernhard Surholt, Telefon: 0251/ 8355371.
08.12.2005

