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Ein Toter bei Unfall mit Gefahrguttransport

Münster/Marl. Einen getöteten Lastwagenfahrer gab es bei einem Unfall mit einem Gefahrgutfahrzeug gestern (5. Juni) um 23.30 Uhr auf der Autobahn 43 zwischen den Anschlussstellen Marl-Sinsen und dem Verkehrskreuz Marl-Nord in Fahrtrichtung Münster. Ein 53-jähriger Autofahrer war auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern geraten, war gegen die Schutzplanken geraten und blieb verunfallt auf dem linken Fahrstreifen liegen. Der nachfolgende 42-jährige Fahrer eines Gefahrgutfahrzeuges aus Recklinghausen, der zu diesem Zeitpunkt im Begriff war, einen anderen Lastzug zu überholen, erkannte das dortige Fahrzeug im letzten Moment und versuchte diesem Hindernis auszuweichen. Dabei berührten sich beide Lastzüge seitlich.

Dadurch geriet der Gefahrgutlastwagen ins Schleudern, durchbrach die Mittelschutzplanke und kippte dann quer zu beiden Fahrtrichtungen auf die Seite. Der Fahrer des Lastzuges wurde dabei tödlich verletzt. In diesen quer liegenden Lastzug fuhr dann noch ein weiteres Fahrzeug, das in Fahrtrichtung Wuppertal unterwegs war. Dabei wurde eine 31-jähirge Person schwer verletzt.

Da es sich bei dem geladenen Gefahrgut um Wasserstoff handelte, wurden beide Fahrtrichtungen voll gesperrt und ein Sperrradius um die Unfallstelle eingerichtet. Akute Explosionsgefahr bestand nicht. Der Wasserstoff wurde unter Kontrolle der Feuerwehr und einer Fachfirma abgelassen. Anschließend mussten die Tankbehälter gereinigt werden, bevor die eigentliche Unfallaufnahme und Bergung beginnen konnte. Die Autobahn 43 ist bis auf weiteres gesperrt (jetziger Zeitpunkt: 12.45 Uhr), um den Gastanklastzug bergen zu können. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf über 250.000 Euro.

Der Verkehr staute sich zeitweilig auf über fünf Kilometer in beide Fahrtrichtungen.

06.06.2005

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