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Versorgungsamt Köln: Regierungsvizepräsident verabschiedet Amtsleiter Jan E. Mey und führt Nachfolgerin Regine Berker in das Amt ein
Bildunterzeile:
Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz (1. v. re.) bedankte sich bei dem langjährigen Amtsleiter des Versorgungsamtes Köln, Jan E. Mey (2.v.re.), und führte seine Nachfolgerin Regine Berker(2.v.l.) in das Amt ein. Links im Bild: Dr. Dorothea Prütting vom Sozialministerium.
Münster/Köln. Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz verabschiedete am Donnerstag (2. Juni) den Leiter des Versorgungsamtes Köln, Jan E. Mey, in den Ruhestand und führte Regine Berker als Nachfolgerin in das Amt ein.
Der in Bonn wohnende Mey studierte Jura und begann nach Abschluss des Studiums 1977 seine berufliche Laufbahn beim Versorgungsamt Köln. Sein Weg führte ihn durch die Bereiche des sozialen Entschädigungs- und Schwerbehindertenrechts und der Opferentschädigung. Zwischenzeitlich legte er eine Station beim ehemaligen Landesversorgungsamt in Münster ein. 1991 wurde ihm die Leitung des Versorgungsamtes Köln übertragen. In der Zeit als Leiter der Behörde hat er im hohen Maße mitgewirkt beim Aufbau des Kölner Opferhilfemodells. Das Angebot ist bundesweit einmalig und schafft durch enges Zusammenwirken polizeilicher und behördlicher Arbeit mit Forschung und klinischer Praxis passgenaue und schnelle Hilfe für Opfer von Gewalttaten.
Der scheidende Amtsleiter ist verheiratet und hat drei Töchter.
"Die von Ihnen geleistete Arbeit der vergangenen 28 Jahre hat maßgeblich geholfen, die Behörde in ein modernes Dienstleistungszentrum zu wandeln", bedankte sich Wirtz bei dem Leitenden Regierungsdirektor. Gleichzeitig hob er hervor, dass Mey neben seinem Einsatz für die Versorgungsverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen auch zeitweise als Dozent an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung mitgewirkt hat.
Neue Leiterin des Versorgungsamtes Köln ist Regine Berker. Die 44-jährige startete ihr Berufsleben zunächst in der Stadt Witten mit der Ausbildung für den gehobenen Dienst in der Kommunalverwaltung. Im Anschluss daran studierte sie, wie ihr Amtsvorgänger auch, Rechtswissenschaften. 1991 trat sie in den Dienst des Versorgungsamtes Dortmund ein und arbeitete im Bereich des Sozialen Entschädigungsrechts. 1998 wurde die Mutter dreier Kinder an das Versorgungsamt Wuppertal versetzt und übernahm dort bis zu ihrer Amtseinführung in Köln die stellvertretende Leitung der Behörde. Zwischenzeitlich arbeitete sie ein Jahr lang mit den Aufgaben einer Referentin im Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen.
"Auf Ihrem Weg in das Versorgungsamt Köln haben Sie die Leistungsverwaltung aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennen gelernt", so Wirtz bei der Amtseinführung der Leitenden Regierungsdirektorin. "Diese Erfahrungen bilden eine gute Grundlage, um die Behörde zeitgemäß und zukunftsorientiert zu leiten."
Die NRW-Versorgungsverwaltung ist eine hochmoderne sozialstaatliche Leistungsorganisation. Ihre Bürgernähe und ihre Effizienz ist bei Kunden und in der Fachöffentlichkeit bundesweit anerkannt und ausgewiesen.
Das Versorgungsamt Köln ist eines von elf Versorgungsämtern im Land Nordrhein-Westfalen mit Fach- und Rechtsaufsicht durch die Bezirksregierung Münster. Es ist zuständig für rund 3 Millionen Einwohner in den Städten Köln, Bonn und Leverkusen und den Kreisen Rhein-Erft-Kreis, Oberbergischer Kreis, Rheinisch- Berg.- Kreis und Rhein-Sieg-Kreis. 300 Beschäftigte des Versorgungsamtes Köln nehmen sozialpolitische Aufgaben wahr. So bearbeiten sie jährlich etwa 62.900 Anträge von Schwerbehinderten und rund 42.000 Anträge auf Zahlung von Erziehungsgeld. Fast 850 Personen machen in jedem Jahr ihren Anspruch auf Wiederherstellung der Gesundheit geltend, nachdem die durch tätliche Angriffe psychisch oder körperlich Schaden erlitten haben. Insgesamt betreut die Verwaltung in Köln 15.500 Opfer und Hinterbliebene aus den vergangenen Kriegsjahren. Neben Hilfs- und Betreuungsangeboten für Pflegebedürftige bietet die Versorgungsverwaltung im Bereich der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitischen Förderprogramme auch finanzielle Hilfe aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union, um Arbeitsplätze zu sichern, Arbeitslose zu qualifizieren und den Lebensunterhalt für Existenzgründer zu sichern.
02.06.2005

