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Leichte Zunahme der Kriminalität im Regierungsbezirk Münster Jahr 2003
Münster. Die Kriminalität im Regierungsbezirk Münster ist 2003 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht angestiegen. Damit folgen die Kriminalitätszahlen dem Landestrend.
Mit 202.812 Straftaten wurden der Polizei 5110 Taten mehr als im Jahr 2002 gemeldet. Das entspricht einer Steigerung um 2,58 Prozent. Die Aufklärungsquote beträgt 44,03 Prozent (Vorjahr 43,64). Das teilte die Bezirksregierung Münster am Freitag (30. Januar) mit.
Der Anstieg der Kriminalitätsrate ist in erster Line auf die hohe Zunahme der Warenbetrugsfälle (hierzu zählen beispielsweise Internetbetrug sowie EC-Kartenbetrug) zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um 89,86 Prozent auf 1942 Betrugsfälle. Hierbei beträgt die Aufklärungsquote 94,27 Prozent.
Auch die Rauschgiftdelikte nahmen mit 7765 Fällen um 847 Delikte zu, das ist eine Steigerung um 12,24 Prozent bei einer Aufklärungsquote von 96,65 Prozent.
Im Bereich der Gewaltkriminalität mit einer Aufklärungsquote von 75,94 Prozent war eine Steigerung um 3,66 Prozent von 6371 auf 6604 Fälle zu verzeichnen. Die Zahl der Tötungsdelikte liegt bei 63 Fällen, das ist ein Rückgang um 7,35 Prozent bei einer Aufklärungsquote von 95,24 Prozent. Darin enthalten sind 17 Morde, im Vorjahr waren es 12. Alle Morde wurden jedoch aufgeklärt.
Einen Rückgang um 0,55 Prozent gab es bei den Diebstahlsdelikten. Hier verzeichnete die Polizei 112.716 Fälle. Darunter 34.718 Fahrraddiebstähle, hier allerdings mit einer Zunahme von 9,27 Prozent.
30.01.2004

