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Schülerwettbewerbe ergänzen Lehrpläne ideal
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Organisatoren beschlossen engere Kooperation / Bezirksregierung Münster: 24.000 Schüler arbeiten jährlich für einen der drei großen Wettbewerbe in NRW
Münster. "Jedes Kind und jeder Jugendliche sollte während seiner Schulzeit wenigstens einmal an einem Schülerwettbewerb teilgenommen haben." Anlässlich einer Präsentation der drei großen NRW-Schülerwettbewerbe heute (22. September) in Münster appellierte Gerhard Hösel von der Bezirksregierung Münster an alle Lehrer, die vielfältigen Themen der Wettbewerbe zu nutzen, um den Unterricht spannender zu machen und den Schülern die Möglichkeit zu geben, sich intensiver mit Themen zu beschäftigen, als dies die Lehrpläne eigentlich vorsehen. Hösel ist Leiter der Abteilung "Soziales und Arbeit, Landesversorgungsamt" bei der Bezirksregierung Münster und damit Veranstalter eines der größten NRW-Wettbewerbe, " Begegnung mit Osteuropa". 24.000 Schüler beteiligen sich laut Hösel jährlich an seinem - oder einem der beiden anderen Wettbewerbe.
Während der Präsentation heute verständigten sich die Organisatoren der Wettbewerbe "Begegnung mit Osteuropa", "Jugend debattiert" und "ProjektWerkstatt 2004" auf eine künftige enge Kooperation. Lehrer aus ganz NRW waren zu Gast im Von-Vincke-Haus der Bezirksregierung, um sich über die aktuellen Themen und die Konzeption der Wettbewerbe zu informieren. An mehreren Ständen diskutierten die Lehrer die Möglichkeiten der Projektarbeit und des Fächer übergreifenden Lernens.
Prof. Dr. Heinz-Werner Poelchau, Leiter des Referates "Politische Bildung" im NRW-Schulministerium, unterstrich in einem Fachvortrag die Bedeutung der Wettbewerbe für Lehrer und Schüler: "Lehrpläne sind wichtig, aber sie sind nicht alles. Während die Lehrpläne am Ende der Schulzeit jedem Schüler das notwendige Rüstzeug für ein erfolgreiches Leben eröffnen, sind die NRW-Wettbewerbe sozusagen die Kür neben der Pflicht. Sie bieten dem Schüler die Möglichkeit, sich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, dass im Schulalltag nur kurz oder gar nicht behandelt wird." So erarbeiten sich die Schüler durch ihre Beschäftigung mit den Themen nicht nur ein vertieftes Wissen, sondern auch Methodenkompetenz. Dr. Poelchau: "Sie lernen, sich verlässliche Informationen zu beschaffen. Sie lernen, Informationen zu bewerten und sie selektiv zu verwerten und sie machen sich Gedanken über eine effektive Präsentation." Die Schule sei die ideale Umgebung, um auch diese Fähigkeiten zu fördern.
Während sich die Schüler bei ihrer "Begegnung mit Osteuropa" mit der gemeinsamen europäischen Kultur und Geschichte auseinandersetzen, lernen sie bei "Jugend debattiert" die anglo-amerikanische Diskussionskultur kennen. In der "ProjektWerkstatt" bearbeiten sie intensiv Themen wie "Mobbing", Olympische Spiele oder "Leben im Bombenkrieg".
Alle Teilnehmer sprachen sich für eine Fortsetzung des gemeinsamen Workshops für politische Bildung im nächsten Frühsommer aus.
22.09.2004


