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Trotz Preisrückgänge: Grundstücke und Wohneigentum in Münster am teuersten
Münster. Die Preise für Eigentumswohnungen sind das zweite Jahr in Folge gesunken. Sie verringerten sich im Schnitt um zwei Prozent, die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser gaben ebenfalls um zwei Prozent nach. Der Preisanstieg für Bauland betrug nur ein Prozent und fiel damit deutlich geringer als in den 90er Jahren aus. In diesem Zeitraum stiegen die Preise landesweit im Schnitt noch um sechs Prozent an. Dies teilten die Bezirksregierung Münster und der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte heute zur Vorlage des Grundstücksmarktberichts NRW 2004 mit.
Spitzenreiter bei den Baulandpreisen in mittleren Wohnlagen ist Münster mit 250 Euro pro Quadratmeter gefolgt von Haltern am See mit 240 Euro und Bottrop mit 230 Euro pro Quadratmeter. Deutlich günstiger ist die Situation in einigen ländlichen Gebieten. So liegt der Preis für den Quadratmeter Bauland beispielsweise in Legden und Schöppingen bei 65 Euro, in Heek und Recke bei 60 Euro und in Hopsten bei 45 Euro. Bei den guten Wohnlagen rangiert mit 325 Euro pro Quadratmeter Bottrop vor Recklinghausen mit 305 Euro und Münster mit 300 Euro pro Quadratmeter.
Wohnungseigentum ist in Münster ein teure Angelegenheit. Eine Wohnung in mittlerer Lage kostet hier 2.060 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Nur unwesentlich günstiger ist es in der Stadt Recklinghausen mit 2.000 Euro und Marl mit 1.990 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Am günstigsten ist eine Eigentumswohnung mit 1.630 Euro in Dorsten und Rheine sowie mit 1.620 in den Kreisen Borken und Warendorf pro Quadratmeter Wohnfläche.
Reihenendhäuser oder Doppelhaushälften im Erstbezug in Rheine kosten mit 175.500 Euro im Vergleich zu Münster mit 267.500 Euro deutlich weniger. Noch preisgünstiger sind Reihenmittelhäuser. Dort müssen in Dorsten durchschnittlich 228.000 Euro und im Kreis Coesfeld 168.500 Euro bezahlt werden.
Der Grundstücksmarkt im Regierungsbezirk ist im Berichtsjahr 2003 gekennzeichnet durch Umsatzrückgänge bei den unbebauten Baugrundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser (-3 %) und einer gleichbleibenden Zahl verkaufter Ein- und Zweifamilienhäuser. Dagegen ging die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen um sieben Prozent auf 5.150 Objekte zurück.
Von den Gutachterausschüssen im Bezirk wurden insgesamt 19.120 Kaufverträge über bebaute und unbebaute Grundstücke mit einem Geldumsatz von 2,83 Milliarden Euro und ein Flächenumsatz von 36,60 km² mitgeteilt.
Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt; Stichtag ist jeweils der 31.12. eines Jahres. Der Bericht ist das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse. Er informiert umfassend und aktuell auf 115 Seiten über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen Grundstücksteilmärkten in Nordrhein-Westfalen und enthält Übersichten über die von den örtlichen Gutachterausschüssen ermittelten Liegenschaftszinssätze, Rohertragsfaktoren und Bodenpreisindexreihen. Der Grundstücksmarktbericht NRW enthält wertvolle Informationen für Bewertungssachverständige aus Wirtschaft und Verwaltung und nicht zuletzt für alle Bürger, die sich mit der Finanzierung und dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien beschäftigen.
Der Grundstücksmarktbericht NRW 2004 kann für 40 Euro bei der folgenden Anschrift bestellt werden:
Oberer Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen Postfach 30 08 6540408 Düsseldorf
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Telefon: 0211/4 75 41 50 |
Telefax: 0211/4 75 59 76 |
E-Mail: oga@brd.nrw.de |
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Die Einzelergebnisse können Sie hier downloaden. |
22.07.2004

