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"Caritas GemeinschaftsStiftung"
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"Caritas GemeinschaftsStiftung für das Bistum Münster" will Zukunft in der sozialen Arbeit ermöglichen: Regierungsvizepräsident überreicht Anerkennungsurkunde
Münster. Die Weiterentwicklung der sozialen Arbeit im Bistum Münster will der Caritasverband für die Diözese Münster mit der "Caritas GemeinschaftsStiftung" sicherstellen. Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz überreichte am Mittwoch (17. November) in Anwesenheit von Bischof Dr. Reinhard Lettmann die Anerkennungsurkunde an den Vorsitzenden des Diözesancaritasverbandes Münster, Domkapitular Dieter Geerlings.
Trotz enger Finanzspielräume hat der Diözesancaritasverband aus freien Rücklagen 100.000 Euro als Grundkapital bereitgestellt. Die Stiftung sucht jetzt Spender, um Projekte fördern zu können, in denen für veränderte Notlagen Hilfen entwickelt werden. Als Gemeinschaftsstiftung ermöglicht sie den örtlichen caritativen Verbänden, Einrichtungen und Privatpersonen eigene Stiftungen unter ihrem Dach, ohne dass dafür eine eigene Verwaltung aufgebaut werden muss.
Die Gründung erfolge bewusst zwischen den Gedenktagen der beiden Caritasheiligen St. Martin und St. Elisabeth und zu Beginn der Feierlichkeiten der Caritas zum Bistumsjubiläum im kommenden Jahr, erklärte Dieter Geerlings bei der Urkundenübergabe. Die Liebesgeschichte des Bistums sei zugleich Caritasgeschichte. "Mit den Wurzeln in der Geschichte möchten wir mit unserer Stiftung einen neuen Spross für die Zukunft pflanzen", sagte der Caritasvorsitzende.
Schon in der Vergangenheit habe der Diözesancaritasverband neue Projekte wie den Aufbau des Johannes Hospizes, des Jugendausbildungszentrums oder das Elternhaus an der Uniklinik in Münster mitfinanziert. Das solle trotz knapper Mittel auch in Zukunft in der ganzen Diözese Münster möglich bleiben. Die Stiftung, so Geerlings, solle die Caritas dabei zugleich unabhängiger werden lassen von der Finanzierung durch Dritte.
Ziel der Gründung sei natürlich auch, Andere anzustiften, die soziale Arbeit der Caritas mitzufinanzieren. Weil nur die Zinsen ausgegeben werden und das Kapital erhalten bleibt, ermögliche die Stiftung eine Förderung mit Zukunft. Als Gemeinschaftsstiftung solle "den verschiedenen Stiftungsaktivitäten der Caritas im Bistum ein gemeinsames Dach gegeben werden", so Geerlings. Jeder Verband, jede Einrichtung aber jeder Bürger könne eine eigene Stiftung gründen und den Verwendungszweck des Geldes selbst bestimmen, müsse dafür aber keine eigene Verwaltung aufbauen: "In einer solchen Gemeinsamkeit und zugleich Vielfalt wollen wir auch in der Zukunft ein starkes Zeichen der Hoffnung auf konkrete Hilfe für die Menschen sein."
Für die Lenkung der "Caritas GemeinschaftsStiftung" sind in den Vorstand berufen Gaby Hagmanns (Generalsekretärin des Sozialdienstes katholischer Frauen), Christoph Bickmann (Vorstandsmitglied der Darlehnskasse Münster) und Dieter Geerlings. Im Kuratorium entscheiden über die Geldvergabe Waldburg Bücker (Caritas Konferenzen Deutschlands, Haltern), Manfred Frericks (Vorsitzendes des Caritasverbandes Borken), Prof. Dr. Karl Heinz Grohall (Mitglied des Verwaltungsrates des Diözesancaritasverbandes Münster), Michael Hartleif (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Geschäftsführer der Ortscaritasverbände), Domkapitular Martin Hülskamp (Bischöflicher Offizial), Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann, Diplom-Kaufmann Karl Heinz Knubel und der Theologe Prof. Dr. Johann Baptist Metz.
In der Stadt Münster gibt es nun 121; im Regierungsbezirk 307 Stiftungen.
17.11.2004


