Sie sind hier:
Anregungen aus Deutschland: Japanische Fachleute informieren sich über Gewaltopferentschädigung in Münster
|
Münster. Eine Delegation von fünf japanischen Juristen, die sich in ihrem Heimatland für die Einführung der Opferentschädigung einsetzen, informierte sich in dieser Woche in der Bezirksregierung Münster über Sozialleistungen nach dem deutschen Opferentschädigungsgesetz. Gerhard Hösel, Leiter der Abteilung Soziales und Arbeit, Landesversorgungsamt, begrüßte die Besucher und gab ihnen Einblick in die Praxis der Verfahren in der Versorgungsverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Begleitet wurde die Gruppe von Prof. Dr. Gerd Ferdinand Kirchhoff, der eine Gastprofessur in Japan belegt mit der Zielrichtung Kriminologie und Verbrechensopfer.
In Japan gibt es zurzeit noch keine staatlichen Leistungen für Gewaltopfer. Die Gäste lobten besonderes die Bürgerfreundlichkeit der Versorgungsverwaltung, die sie in der Zufriedenheit der Bürger über die getroffenen Entscheidungen sehen. "Ich hoffe", so Hösel in seinem Schlusswort, "dass wir Ihnen helfen konnten in Ihrer Vorbereitung auf Opferentschädigung und würde mich freuen, wenn in Japan Gewaltopfern bald kompetente Hilfe angeboten wird."
08.10.2004


