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Bilanz des Regionalrates bei der Bezirksregierung Münster
Münster. Über fast 1.100 Projekte mit einer Fördersumme von über 412 Millionen Euro hat der Regionalrat bei der Bezirksregierung Münster in den zurückliegenden drei Jahren beraten oder entschieden.
"Damit hat der Regionalrat für eine zukunftsfähige Entwicklung in der Emscher-Lippe-Region und dem Münsterland wichtige Impulse gesetzt und unter Beweis gestellt, dass er ein hervorragendes Gremium ist, um Interessen auszugleichen und den regionalen Konsens herzustellen", so Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven.
Gemeinsam zogen der Regierungspräsident und Regionalratsvorsitzender Engelbert Rauen heute (6.9.) nach über drei Jahren Regionalratsarbeit Bilanz. Der Regionalrat hat sich am 25. April 2001 erstmalig als Nachfolger des Bezirksplanungsrates konstituiert. Grundlage hierfür war das 2. Modernisierungsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen, mit dem die kommunalen Einflussmöglichkeiten auf regionaler Ebene gestärkt wurden. Der Regionalrat erhielt damit deutlich erweiterte Kompetenzen besonders bei raumbedeutsamen und strukturwirksamen Planungen und Maßnahmen sowie bei der Straßenplanung und der Finanzierung des Straßenbaus.
"Der Regionalrat hat sich als Bindeglied zwischen der kommunalen Ebene und der staatlichen Verwaltung besonders bewährt. Die bisherige Bilanz zeigt, dass er die kommunalen Interessen gegenüber dem Land mit Erfolg vertreten hat" zog auch Regionalratsvorsitzender Engelbert Rauen ein positives Fazit der bisherigen Regionalratsarbeit.
Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Verzahnung der beiden bedeutenden Teilräume des Regierungsbezirks mit den Regionen Emscher-Lippe (1,1 Millionen Einwohner) und Münsterland (1,5 Millionen Einwohner) im Regierungsbezirk.
Wichtige Projekte, mit denen sich der Regionalrat in den vergangenen drei Jahren beschäftigte, waren die Aufstellung des Gebietsentwicklungsplans für die Emscher-Lippe-Region, die Wiederaufnahme der grenzüberschreitenden Schienenstrecke zwischen Gronau und Enschede, die REGIONALE 2004, der Umbau der Zeche Westfalen in Ahlen, das interregionale Gewerbegebiet Marburg, die Anpassung des Gebietsentwicklungsplans zur Startbahnverlängerung des FMO oder der Ausbau des Straßennetzes in Gelsenkirchen für die Fußballweltmeisterschaft 2006 sowie jüngst die Planung und Förderung der Propylen-Pipeline von Rotterdam nach Marl. Auch im Bereich Naturschutz hat der Regionalrat beispielsweise mit der Förderung der Haldenlandschaft Hoppenbruch und der biologischen Station Zwillbrock Akzente gesetzt.
Nach der Neukonstituierung des Regionalrates im Januar 2005 stehen bereits weitere große Projekte wie die Neuaufstellung des Gebietsentwicklungsplans Münsterland, die Standortentwicklungen des FMO/Airport-Park und des newPark in Datteln/Waltrop auf der Agenda.
06.09.2004

