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Bezirksregierung Münster hat keine Bedenken gegen den Haushalt des Kreises Coesfeld
Münster/Coesfeld. Die Bezirksregierung Münster hat den Haushalt des Kreises Coesfeld für das Jahr 2003 genehmigt. Das teilte sie jetzt dem Landrat des Kreises Coesfeld mit. Damit kann die vom Kreistag beschlossene Erhöhung der Kreisumlage erfolgen. Die Kreisumlage ist die wichtigste Einnahmequelle des Kreises. Die Umlage muss von den kreisangehörigen Städten und Gemeinden aufgebracht werden. In diesem Jahr sind das 56,8 Millionen Euro. Der Hebesatz steigt um 3,9 Punkte auf nunmehr 34,8 Prozent. Die Jugendamtsumlage klettert von 15,9 Prozent auf 17,9 Prozent. Das Haushaltsvolumen beträgt insgesamt 165,5 Millionen Euro. Davon entfallen 19,2 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt und 146,3 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt. Aufgrund der disziplinierten Ausgabenpolitik des Kreises Coesfeld in den vergangenen Jahren konnte ein kontinuierlicher Schuldenabbau erreicht werden. Im Jahr 1998 hatte der Kreis 33,3 Millionen Euro, im Jahr 2002 noch 29,5 Millionen Euro Schulden. In diesem Jahr stieg der Schuldenstand nur geringfügig auf 29,7 Millionen Euro. Der Ausgleich des Haushaltes konnte nur aufgrund der vollständigen Auflösung der allgemeinen Rücklagen, also des „Sparstrumpfes“ des Kreises, erreicht werden. Dadurch wurde eine noch höhere Belastung der Haushalte der kreisangehörigen Städte und Gemeinden vermieden. Gegenüber dem Vorjahr sind deutliche Einnahmeverluste aus dem Finanzausgleich zu verzeichnen, denen erheblich gestiegene Belastungen im Sozialbereich gegenüberstehen. Allein das neu eingeführte Gesetz zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung führt zu einer um 2,6 Millionen Euro höheren Mehrbelastung. Die Bezirksregierung bittet den Kreis darum, auch in den folgenden Jahren seinen konsequenten und nachhaltigen Sparkurs fortzusetzen.
04.09.2003

