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Stiftung fördert traditionelles Brauchtum: Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz überreicht Stiftungsurkunde an Gisela und Hermann Limberg

Münster. Traditionelles Brauchtum insbesondere des Karnevals, will die jetzt in Münster gegründete „Gisela- und Hermann-Limberg-Stiftung“ fördern. Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz überreichte am Donnerstag (30. Januar) die Urkunde über die staatliche Anerkennung an die Stifter.

Hermann Limberg war in der Session 1998 Karnevalsprinz in Münster. In seiner Prinzenzeit und in der Zeit danach habe er Freundschaft als ein Kapital empfunden, dessen Zinsen nie verloren gehen, betonte er jetzt. Diese Stiftung sei ihm ein willkommener Anlass, seinen freundschaftlichen Zinsverpflichtungen nachzukommen. Die Eheleute Limberg wollen gerade die Arbeit der jungen närrischen Generation unterstützen. Durch die Pflege des alten Brauchtums erhoffen sie sich auch, das gute Erscheinungsbild der Stadt Münster unterstützen zu können. Mit den Erträgen des Stiftungsvermögens soll ein Karnevalsmuseum eingerichtet werden. In den Räumen soll Platz für Übungen und Versammlungen der karnevalistischen Gesellschaften sein. Als praktische Hilfe für den Aufbau von Fahrzeugen für Rosenmontagsumzüge werden Werkräume ausgestattet und zur Verfügung gestellt.

„Ihr ideelles und materielles Engagement wird das uralte Brauchtum stärken und weiteres Interesse daran wecken“, lobte Wirtz den Einsatz der Stifter bei der Urkundenübergabe. „Die närrische Zeit verbindet Jung und Alt und gibt ihnen Gelegenheit, dem Alltag für eine kurze Zeit zu entfliehen.“

Die Stiftung ist mit einem Anfangsvermögen von 70.000 Euro ausgestattet. Dieser Wert muss in voller Höhe erhalten bleiben. Zustiftungen sind erwünscht.

Bei Jahresbeginn gab es in der Stadt Münster 103 Stiftungen und im Regierungsbezirk 267.

05.09.2003

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