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Baumarkt in Waltrop: Regierungspräsident Dr. Twenhöven stützt den regionalen Konsens

Münster/Waltrop. Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven will so schnell wie möglich mit der Stadt Waltrop sprechen, um selbst Chancen und Möglichkeiten von Gewerbeansiedlungen zu erörtern. In der Frage der Ausweisung eines Sondergebietes könne dem Wunsch der Stadt Waltrop allerdings nicht entsprochen werden, machte Twenhöven im Einvernehmen mit den Bürgermeistern der Emscher-Lippe-Region, Vertretern der Industrie- und Handelskammer sowie Landrat Hans-Jürgen Schnipper deutlich. Twenhöven: „Die Ansiedlung eines Baumarktes mit dem für diese Region typischen Sortiment ist aber weiterhin möglich und wird von mir unterstützt“. Mit dieser Aussicht stützte der Regierungspräsident den Konsens der Bürgermeisterrunde, die sich – mit Ausnahme der Stadt Waltrop – prinzipiell gegen die Ansiedlung von Baumärkten mit einem einzelhandelstypischen Zusatzsortiment in der Emscher-Lippe-Region wendet.

Anlass zu dem Gespräch war ein Antrag der Stadt Waltrop, im Leveringhäuser Feld ein Sondergebiet auszuweisen, um einem Investor die Ansiedlung eines Baumarktes mit etwa 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche zu genehmigen, auf der eben nicht nur das typische Baumarkt-Sortiment angeboten werden soll. Der Betreiber möchte auch Gebrauchsgegenstände, die typischerweise auch in den Innenstädten verkauft werden, ins Programm nehmen. Dazu zählen zum Beispiel Zimmerleuchten, Fernseher oder andere Elektronikartikel. Alle Beteiligten der Runde waren sich zwar einig, dass die Stadt Waltrop grundsätzlich Bedarf für einen Baumarkt habe. Sie befürchteten allerdings, dass eine von der im Vest üblichen Praxis abweichende Regelung ein negatives Signal für die gesamte Emscher-Lippe-Region bedeuten würde und entsprechende Anträge nach sich ziehen würde. Der Bedarf der Stadt Waltrop könne an der vorgesehenen Stelle auch ohne Ausweisung eines Sondergebietes gedeckt werden, so Twenhöven. Der Regierungspräsident dankte allen Beteiligten für die faire Suche nach einem regionalen Konsens in dieser Frage.

04.09.2003

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