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Unfallzahlen steigen: Autobahnpolizei kündigt dreimonatige Großkontrolle auf der A 2 an

Münster/Recklinghausen. Mit einer dreimonatigen Kontrollaktion will die Autobahnpolizei der Bezirksregierung Münster die steigenden Unfallzahlen auf der Autobahn 2 senken. Das kündigte die Polizei heute (28. Oktober) in Recklinghausen an. Mit der Aktion sollen die Hauptunfall-Ursachen zu hohe Geschwindigkeit, zu geringer Abstand, Fehler beim Fahrbahnwechsel und Überholen sowie mangelhafte Ladungssicherung ins Visier genommen werden. Für die groß angelegte Kontrolle werden ab Anfang November bis zu 30 Beamte des münsterschen Verkehrsdienstes auf der BAB 2 zwischen Henrichenburg und Oberhausen-Sterkrade eingesetzt.

In den vergangenen drei Jahren sind die Unfallzahlen auf der A 2 stetig gestiegen. 695 Unfälle nahm die Autobahnpolizei allein im Jahr 2002 auf; in den Jahren zuvor waren es 684 (2001) und 546 (2000). Bei 117 Unfällen im Jahr 2002 gab es Tote und Verletzte. Tendenz auch hier: steigend. Die meisten Unfälle ereignen sich an Werktagen im Berufsverkehr zwischen 6 und 10 Uhr sowie zwischen 14 und 20 Uhr. Über 160 Stunden zusätzlich pro Woche werden die Polizeibeamten in Uniform und in Zivil den Verkehr kontrollieren. Dabei kommen auch die Radarüberwachung sowie der Videomesswagen zum Einsatz. Bei Lkws überprüfen die Beamten vor allem die Sicherung der Ladung.

Projektleiter Hans-Peter Hüser erhofft sich von den intensiven Kontrollen einen schnellen Rückgang der Unfallzahlen: "Angesichts dieser Entwicklung auf der A 2 mussten wir handeln. Wir haben uns zu einer groß angelegten Aktion mit hohem Personaleinsatz entschlossen, um den Verkehrsteilnehmern nachhaltig klar zu machen: Die Autobahn ist kein rechtsfreier Raum!"

28.10.2003

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