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50 Jahre Schülerwettbewerb Begegnung mit Osteuropa
Sozialministerin Birgit Fischer:
Überwinden von Grenzen beginnt in den Köpfen
Das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
„Das Überwinden von Grenzen beginnt in den Köpfen. Völkerverständigung gelingt nur dann, wenn Menschen unterschiedlicher Nationen aufeinander zugehen, ihre Gemeinsamkeiten erkennen und ihre Unterschiede achten. Je früher sich Kinder und Jugendliche mit dem Fremden beschäftigen, desto besser. Der Schülerwettbewerb ‚Begegnung mit Osteuropa’ leistet seit 50 Jahren einen wichtigen Beitrag dazu, dass Ost und West freundschaftlich zusammenwachsen.“ Dies sagte die nordrhein-westfälische Sozialministerin Birgit Fischer heute (28. Mai 2003) anlässlich der Jubiläumsfeier des internationalen Wettbewerbs in Münster.
Zugleich zeichnete Ministerin Birgit Fischer 49 Preisträgerinnen und Preisträger aus Nordrhein-Westfalen und weitere zehn aus mittel- und osteuropäischen Ländern aus, die mit besonderem Erfolg an dem Wettbewerb (Motto: „Fremdes kennen lernen – Gemeinsames entdecken“) teilgenommen haben. 4.800 Jugendliche aller Schulformen beteiligten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb, den das Sozialministerium und das Schulministerium Nordrhein-Westfalens gemeinsam ausschreiben. „Eine über-wältigende Resonanz“, sagte Sozialministerin Birgit Fischer, „insgesamt wurden 1.300 Beiträge eingereicht, darunter 250 Arbeiten von osteuropäischen Schulen.“ Einige Beispiele:
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 4 bis 7 gingen auf den Spuren des Skispringers Adam Malysz auf Entdeckungsreise durch Polen;
Medienprojekte der Jahrgangsstufen 4 bis 13 beschäftigten sich mit den vor gut 100 Jahren entstandenen Arbeiten Heinrich Zilles und verglichen sie mit den heutigen Lebensumständen;
unter dem Titel „Integration, Sozialisation und Selbstfindung“ schilderten Kinder von Spätaussiedlern ihren Alltag in der neuen Heimat Nordrhein-Westfalen.
Der Schülerwettbewerb stellt die Suche nach gemeinsamen kulturellen Wurzeln seit seiner ersten Ausschreibung im Jahre 1953 in den Mittelpunkt, seit 1997 trägt er seine aktuelle Bezeichnung „Begegnung mit Osteuropa“. Ministerin Birgit Fischer: „Was einst als Engagement im Kleinen begann, ist heute zu einem international anerkannten Wettbewerb herangereift. Besonders freue ich mich über die ständig wachsende Zahl gemeinsamer Arbeiten von heimischen und osteuropäischen Schulen.“
Seit 1953 haben mehr als eine halbe Million Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen, weit mehr als 100.000 Arbeiten wurden von ihnen eingereicht. Grundlage des Wettbewerbs ist der im Bundesvertriebenengesetz verankerte politische Auftrag, das Kulturgut der Vertriebenen und Flüchtlinge im Bewusstsein der deutschen Bevölkerung zu halten. „Begegnung mit Osteuropa“ will heute insbesondere einen Beitrag zur Völkerverständigung und damit auch zur Friedenssicherung in Europa leisten.
Hinweis an die Lokalredaktionen: Während der Veranstaltung werden Fotos von Sozialministerin Birgit Fischer und den einzelnen Preisträgerinnen und Preisträgern gemacht. Sie können – mit detaillierten Angaben zu Namen und Schule – ab Freitag, 30. Mai 2003, per E-Mail angefordert werden in der Pressestelle der Bezirksregierung Münster, E-Mail-Adresse: pressestelle@bezreg-muenster.nrw.de.
Die nordrhein-westfälischen Preisträgerinnen und Preisträger der Schülerwettbewerbs „Begegnung mit Osteuropa“ 2003 stammen aus: Ahaus, Attendorn, Arnsberg, Bad Driburg, Bad Laasphe, Bergisch Gladbach, Beverungen, Bocholt, Bochum, Bonn, Borchen, Brakel, Bünde, Dortmund, Düsseldorf, Erkrath, Essen, Gevelsberg, Hemer, Herne, Krefeld, Lindlar, Merzenich, Minden, Münster, Oberhausen, Olsberg, Paderborn, Senden, Soest, Wadersloh und Weilerswist.
08.09.2003

