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Regierungspräsident zeichnet Lebensretter Martin Wiechert aus
Münster/Telgte. Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven überreichte am Donnerstag (23. Januar) Martin Wiechert aus Telgte eine Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen. Er würdigte damit seine Rettungstat bei der Bergung eines in Not geratenen Jungen aus der Nordsee. Im Sommer 2001 war Wiechert während eines Urlaubs in Dänemark Zeuge, wie es dem 10-jährigen in einem Schlauchboot aufgrund widriger Wind- und Wasserverhältnisse nicht mehr gelang, an den sicheren Strand zurückzukommen. Geistesgegenwärtig nahm sich der gute Schwimmer eine Luftmatratze und setzte dem abtreibenden Boot nach. In 45 Minuten erreichte er das etwa ein Kilometer entfernte Schlauchboot und konnte mit dem Kind an Bord gegen den ablandigen Wind und die Strömung zurückpaddeln. Nach einer halben Stunde kam er an die sichere Küste. Dort konnte der unterkühlte Junge von dem alarmierten Rettungsdienst versorgt werden.
„Viele Urlauber haben von der Notsituation Kenntnis genommen, Sie aber haben durch ihren mutigen und opferbereiten Einsatz effektiv gehandelt und erfolgreich Leben gerettet“, lobte Twenhöven das Engagement des Geehrten während der Feierstunde. Die Verleihung einer Rettungsmedaille setzt voraus, dass unter besonders schwierigen Umständen und unter Einsatz des eigenen Lebens Menschen aus Lebensgefahr gerettet werden. Die öffentliche Würdigung gibt der Rettung in der Öffentlichkeit Ausdruck und Anerkennung. Sie soll Ansporn sein, sich nach Einschätzung vorhandener Möglichkeiten für den Schutz des Lebens in Not geratener Personen einzusetzen.
04.09.2003

