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Polizei startet Bürgerumfrage: 45 000 Bögen für die Bürger
Münster. 45 000 Fragebögen wird die Polizei im Regierungsbezirk ab nächsten Monat an die Bürger verteilen. Die Ergebnisse sollen der Polizei Anhaltspunkte darüber geben, wie sicher sich die Menschen in ihrer Stadt, ihrer Gemeinde oder ihrem Stadtteil fühlen, vor welcher Art von Kriminalität sie Angst haben und wie sie die Arbeit der Polizei einschätzen.
Bereits 1999 und 2000 hatten sich die Behörden mit einer Fragebogenaktion an die Bürger gewandt. Zu den bemerkenswerten Ergebnissen zählte unter anderem die Erkenntnis, dass sich Eltern mehr Sorgen um ihre Kinder machen als um das Wohlergehen der eigenen Person. Die Polizei reagierte mit einem verstärkten Personal-Einsatz in den Bereichen Schulwegsicherung, Verkehrserziehung und Bekämpfung der Jugendkriminalität. Auch hatte die jüngste Umfrage Hinweise auf Ort gegeben, an denen sich Bürger regelmäßig bedroht fühlen. Mit der neuerlichen Befragung, die im Januar 2004 abgeschlossen sein soll, wollen die Verantwortlichen erfahren, ob die Veränderungen der Schwerpunkte polizeilicher Arbeit beim Bürger angekommen sind und sich die Situation verbessert hat.
Die Fragebögen sollen sowohl per Post, als auch bei direktem Kontakt mit der Polizei verteilt werden. Einige Fragen entwickelten die Polizeibehörden in eigener Regie; der größte Teil dagegen ist standardisiert und damit in allen Behörden gleich. Die Auswertung findet vor Ort statt.
Die Bezirksregierung Münster bittet alle Bürger um die Unterstützung der Fragebogenaktion. "Die Zufriedenheit der Bürger ist eines der Organisationsziele der Polizei in Nordrhein-Westfalen. Die Anregungen und Wünsche sind uns wichtig und werden bei der Planung angemessen berücksichtig", so Wilfried Kampmann, Hauptdezernent der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung in der Bezirksregierung Münster.
20.10.2003


