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Bezirksregierung macht munter: Aktionsprogramm gegen Bewegungsmangel bei Kindern
Münster/Steinfurt. Bewegung und Sport ist gesund und stärkt das Selbstbewusstsein. Diese Erkenntnis ist nicht neu, doch beweisen wissenschaftliche Studien, dass sich viele Kinder und Jugendliche zu wenig bewegen. Die Bezirksregierung Münster setzt sich zusammen mit dem Landessportbund dafür ein, Schüler für Sport zu begeistern. Unter dem Motto "Schule bewegt" startet sie ein Aktionsprogramm und veranstaltete heute (19. November) in Steinfurt einen Informationstag, um für die Ausbildung von Sporthelfern zu werben. Eingeladen waren Vertreter aller Schulen der Sekundarstufe I des Regierungsbezirks.
Idee der Aktion ist, Schüler der Klassen neun und zehn zu Sporthelfern auszubilden. In unterrichtsfreier Zeit sollen sie ihren Mitschülern dann zeigen, dass der Sport viele Bewegungsfelder bietet. Sie übernehmen Aufgaben in der Gestaltung, Organisation und Leitung der Angebote. Das können Spielmöglichkeiten in der Pause sein, Sportfeste oder Arbeitsgemeinschaften einer Sportart. Das zusätzliche Sportangebot macht das Schulleben attraktiver und eignet sich gut als Baustein in der Ganztagsbetreuung.
"Lernen braucht Bewegung", so Leitender Regierungsschuldirektor Günther Dvoràk, Dezernent für Sport bei der Bezirksregierung Münster am Aktionstag in Steinfurt. "Der Plan, Schüler von Mitschülern in Bewegung zu setzen wird aufgehen und ich hoffe, dass sich viele Schulen an dem Aktionsprogramm beteiligen werden."
Sporthelfer werden in Lehrgängen ausgebildet, die einen Zeitrahmen von 35 Unterrichtsstunden umfassen. Die Ausbildung kann schulintern erfolgen oder in Kooperation mit anderen Schulen organisiert werden. Geleitet werden die Kurse von Sportlehrern, die sich durch zusätzliche Fortbildung qualifiziert haben. Die Bezirksregierung bietet im Rahmen des Weiterbildungsprogramms für Lehrer geeignete Kurse an.
Der Informationstag gab fast 100 Lehrern aus 50 Schulen Einblicke in die praktische Arbeit der Sporthelfer. Der Landessportbund stellte sich als Kooperationspartner vor und berichtete von Erfahrungen mit bereits bestehenden Sporthelferschulen.
19.11.2003


