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Kriminalitätsentwicklung 2002: Zuwachs an Straftaten im Regierungsbezirk Münster

Münster. Nahezu 200.000 Straftaten zählt die Bezirksregierung Münster im Regierungsbezirk für das Jahr 2002. Mit einem Zuwachs von 185.624 (2001) auf 197.702 (2002) Straftaten ist das ein Anstieg von 6,5 Prozent.

Hierfür ist vor allem eine starke Zunahme an Diebstahldelikten verantwortlich. Besonders deutlich wird dies bei Diebstählen aus Kraftfahrzeugen, wo sich im vergangenen Jahr 18.404 Vorfälle ereigneten – ein Zuwachs von 26,9 Prozent zum Vorjahr. Auch bei Auto- und Fahrraddiebstählen sowie bei Diebstählen aus Wohnungen ist eine Zunahme festzustellen. Im Jahr 2002 stiegen die Autodiebstähle um 16,3 Prozent (5.596 Fälle), die Fährraddiebstähle um 4,9 Prozent (31.774 Fälle) und die Diebstähle aus Wohnungen um 12,7 Prozent (6.716 Fälle). Insgesamt wurden 113.338 Diebstähle registriert: Ein Anstieg von 11 Prozent zum Vorjahr.

Ebenso erhöhte sich die Zahl an Körperverletzungen deutlich. Im Jahr 2002 registrierte die Polizei 12.444 Fälle und damit eine Zunahme von 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Anstieg ist auch bei den Fällen der Gewaltkriminalität zu verzeichnen. Im Jahr 2002 registrierte die Polizei 6.371 solcher Straftaten und damit eine Zunahme von 6,4 Prozent. Hierbei sank allerdings die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Während sich im Jahr 2001 1.878 dieser Straftaten ereigneten, waren es im Jahr 2002 1.837. Ein Rückgang von 2,2 Prozent. Die Zahl der Tötungsdelikte – die Versuche ausgenommen – blieb mit 22 Fällen konstant.

Die Polizei dokumentierte 10 Prozent mehr Fälle im Bereich der Straßenkriminalität. Insgesamt waren es 76.317 Fälle im Jahr 2002.

04.09.2003

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