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Eröffnung der Opferambulanz im St. Alexius-Krankenhaus Neuss
Münster/Neuss. Panik-Attacken und Depressionen, Flucht in die Sucht oder Selbstmordgedanken, Alpträume und so genannte „Flash-Backs“ - mögliche langfristige Folgen für Menschen, die Opfer eines Verbrechens wurden. Schnelle Hilfe für die Seele bietet jetzt das St.-Alexius-Krankenhaus Neuss an. Ein Vertrag zwischen der Versorgungsverwaltung NRW -eine Abteilung der Bezirksregierung Münster- und dem Krankenhaus stellt sicher, dass Gewaltopfern dort sofort geholfen wird, um dauerhafte Schäden durch die Tat zu verhindern. Mit psychotherapeutischer Behandlung sollen die Betroffenen ihr Erlebnis verarbeiten und über weitere Versorgungsangebote lernen, gut durch den Alltag zu kommen. Die Opfer können sich direkt an die Ambulanz wenden oder werden über das Versorgungsamt Düsseldorf, die Polizei, den Weißen Ring oder andere Organisationen nach dort vermittelt. Die Traumaambulanz ist eingerichtet in den Räumen der Institutsambulanz des St. Alexius Krankenhaus, Nordkanalallee 104 in 41464 Neuss und ist unter der Telefonnummer 02131-130937 zu erreichen.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit dem Modell der "Kölner Opferhilfe" die Möglichkeiten für die Einrichtung von Spezialambulanzen geschaffen, die auf der Grundlage des Opferentschädigungsgesetzes eine Akutversorgung gewährleisten. Inzwischen hat die Bezirksregierung Münster in Nordrhein-Westfalen elf Opferambulanzen eingerichtet. Ziel ist eine flächendeckende Versorgung.
13.10.2003


