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Signale aus dem All: Bezirksregierung begeistert Mädchen für Verwaltungsberufe
Münster. Verwaltungsberufe sind nicht außerirdisch, aber spannend: Das ist die Botschaft des heutigen „Girls’ Day“, dem Mädchen-Zukunftstag, bei der Bezirksregierung Münster. Mit Signalen aus dem All konnten die Mädchen bei einer GPS-Messung (Global Positioning System) den Domplatz ausmessen. Ziel dieser Aktion sollte sein, das Interesse für das Berufsfeld der Vermessungsingenieurin zu wecken - eines von vielen in der Bezirksregierung, in dem der Frauenanteil gering ist.
Auch andere Abteilungen der Behörde waren für den „Girls’ Day“ gerüstet. In einem Workshop der Landvermesser war zu erfahren, wie und mit welchem Gerät topografisches Kartenmaterial erstellt wird. Praktische Übungen sorgten dabei für den richtigen Durchblick. Das Berufsfeld der Städtebauer wurde interessierten Schülerinnen durch eine Präsentation der geplanten Neugestaltung der Gebäudefassade der Bezirksregierung am Domplatz veranschaulicht. Eine Führung durch die gute Stube Münsters, den Prinzipalmarkt, sollte die Arbeit der Denkmalpfleger erklären. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist auch in der Verwaltung attraktiv – das zeigte der Multimediaworkshop in der Pressestelle. Die Schülerinnen fotografierten mit professionellen Kameras und bearbeiteten ihre geschossenen Fotos, um sie dann in eine eigene Internetseite einzubauen. (Abrufbar unter http://www.bezreg-muenster.nrw.de/visit/Maedchenzukunftstag)
Auch die Autobahnpolizei bot ein umfangreiches Programm an – hier beträgt der Frauenanteil nur acht Prozent. Die Mädchen schnupperten in die einzelnen Tätigkeitsbereiche: Verkehrsdienst, Führungs- und Lagedienst sowie die Einsatzleitstelle. Sie lernten die Überwachungs- und Messmöglichkeiten der Autobahnpolizei kennen, darunter eine Radaranlage und ein Video-Abstands-Messgerät.
Neben diesen speziellen Aktionen haben sich die Schülerinnen über die Zugangsvoraussetzungen zu den einzelnen Ausbildungen informiert. Mit Probe-Einstellungstests hatten sie die Gelegenheit, für den Ernstfall zu üben. Insgesamt haben 68 Schülerinnen der Klassen 8-13 das Angebot der Bezirksregierung Münster am „Girls’ Day“ genutzt.
Der Hintergrund des Mädchen-Zukunftstages: Junge Frauen verfügen heute über eine sehr gute Schulbildung – beim Abitur beträgt der Mädchenanteil mittlerweile 55 Prozent. Trotzdem entscheiden sie sich immer noch sehr häufig für „typisch weibliche“ Berufsfelder. Hier setzt der „Girls’ Day“ an. Er gibt Schülerinnen die Chance, sich über Berufsfelder zu informieren, die bislang überwiegend von Männern besetzt sind.
05.09.2003

