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Lebensgefahr auf dem Seitenstreifen

Lebensgefahr auf dem Seitenstreifen - Bild klein

Bildzeile: Fast vollständig zerstört wurde ein Wohnmobil, das in der vergangenen Woche auf der A 43 von einem Lkw gerammt wurde. Die münstersche Autobahnpolizei warnt vor leichtsinnigem Verhalten auf dem Standstreifen.

Münster. Ein schneller Blick über die Schulter kann Leben retten. Mit diesem Hinweis macht die Autobahnpolizei der Bezirksregierung Münster heute (9. September) auf die Gefahren aufmerksam, die Fahrern von liegen gebliebenen Autos auf den Seitenstreifen der Autobahn drohen. Trauriger Anlass der Warnung: Innerhalb von wenigen Tagen hatten sich auf den Autobahnen des Regierungsbezirkes Münster zwei schwere Unfälle ereignet. Zuletzt war auf der A 43 zwischen Dülmen und Haltern-Lavesum ein Wohnmobil mit einem Motorschaden auf dem Seitenstreifen liegen geblieben. 14 Minuten später kam ein Lkw von seiner Fahrspur ab, streifte das Wohnmobil und schleuderte es dabei 22 Meter über die Straße. Wie durch ein Wunder wurden die sechs Insassen des Mobil nur leicht verletzt. Der Lastwagen schlitzte die Seite des Wohnmobils komplett auf. "Fahrer und Insassen sind sich oft nicht bewusst, dass der Seitenstreifen einer Autobahn kein geschützter Bereich ist", warnt Erich Nierhoff, Leiter der Autobahnpolizei Münster, "wer sich dort aufhält, muss immer damit rechnen, dass sein Fahrzeug vom vorbeifahrenden Verkehr übersehen wird." Deswegen sei es am besten, sich nicht auf die Umsicht der anderen Verkehrsteilnehmer zu verlassen, sondern selbst für seine Sicherheit zu sorgen: Warnblinkanlage sofort einschalten, alle Insassen hinter die Schutzplanken in Sicherheit bringen, Warndreieck in 150 Meter Entfernung aufstellen - alle zwei bis drei Sekunden über die Schulter nach hinten blicken, ob Gefahr droht. Wenn ja, hilft nur der beherzte Sprung über die Schutzplanke. Nierhoff: "Vor allem der häufige, schnelle Blick auf den fließenden Verkehr hat schon so manchem das Leben gerettet. Das wissen vor allem die Profis der Autobahn: Fahrer des ADAC, der Autobahnmeistereien und meine eigenen Kollegen."

Bildzeile: Fast vollständig zerstört wurde ein Wohnmobil, das in der vergangenen Woche auf der A 43 von einem Lkw gerammt wurde. Die münstersche Autobahnpolizei warnt vor leichtsinnigem Verhalten auf dem Standstreifen.

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09.09.2003

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