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Polnische Autobahnpolizei schaut deutschen Kollegen über die Schulter
Münster. Zum ersten Mal sind polnische Autobahnpolizisten jetzt zu Besuch in Münster. Eine vier Mann starke Delegation ist am Sonntag (6. April) in Münster eingetroffen – und das aus gutem Grund: Das Nachbarland verfügt erst seit Dezember des vergangenen Jahres über eine Autobahnpolizei. Vier Vertreter der Dienststelle aus dem Westpolnischen Poznan möchten in diesen Tagen einen Einblick in die Organisation und die technische Ausstattung der europäischen Nachbarn erhalten. Poznan ist die erste und bislang einzige Dienststelle der Autobahnpolizei Polens. Sie zählt mittlerweile 15 Angestellte.
Heute Morgen empfing die Autobahnpolizei in Münster ihre polnischen Kollegen. Auf dem Tagesplan stand neben der Vorstellung des Verkehrsdienstes mitsamt der Messtechniken und der Anzeigen- und Unfallbearbeitung ein Besuch der Polizeileitstelle „Felix“ im Haus der Bezirksregierung. Klaus Laackman von der Autobahnpolizei Münster ist sehr zufrieden: „Die polnischen Kollegen zeigen sich sehr interessiert, besonders bei der Vorstellung der Geräte zur Abstandsmessung. Auf dem Gebiet sind sie mit uns noch nicht auf einem Stand.“
Erst vor kurzem wurde die polnische Autobahnpolizei auf eine harte Probe gestellt. Bei dichtem Nebel gab es auf einem Autobahnstück nahe Poznan eine Massenkarambolage, in die über 100 Fahrzeuge verwickelt waren. Mehr als 30 Personen wurden damals verletzt.
Für die kommenden Tage ist ein Besuch bei den niederländischen Kollegen in Wolfheze und der Autobahnpolizei in Osnabrück geplant, ehe sie am Mittwoch Mittag ihre Heimreise antreten werden.
04.09.2003

