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Bezirksregierung Münster genehmigt Haushalt des Kreises Borken
Münster/Borken. Die Bezirksregierung Münster hat den Haushalt des Kreises Borken für das Jahr 2003 genehmigt. Damit kann die vom Kreistag beschlossene Erhöhung der Kreisumlage erfolgen. Der Hebesatz beträgt nunmehr 33,1 Prozent. Die Jugendamtsumlage klettert von 15,5 Prozent auf 17,4 Prozent. Das Haushaltsvolumen beläuft sich auf 246 Millionen Euro. Davon entfallen 27 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt und 219 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt.
Durch den starken Rückgang des Steueraufkommens haben sich die Einnahmen des Kreises um 1,3 Millionen Euro reduziert. Um den gleichen Betrag der Kreisumlage wie im Vorjahr zu erzielen, hätte der Kreis den Hebesatz noch deutlicher erhöhen müssen. Mit Rücksicht auf die prekäre Finanzsituation der kreisangehörigen Gemeinden hat man von einer derartig starken Erhöhung der Kreisumlage jedoch abgesehen.
Den Ausgleich des Verwaltungshaushaltes konnte der Kreis nur durch Veräußerung von „Tafelsilber“ und Entnahme von Mitteln aus der allgemeinen Rücklage erzielen. Die laufenden Einnahmen des Verwaltungshaushaltes reichen nicht mehr aus, die laufenden Ausgaben zu decken. Der Verwaltungshaushalt des Kreises ist damit strukturell unausgeglichen. Da der Kreis die Mittel aus der allgemeinen Rücklage nahezu vollständig aufgezehrt hat, wird sein finanzieller Handlungsspielraum enger.
04.09.2003

