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Evangelischer Kirchenkreis Münster präsentiert sich als "Evangelische Volkskirche in der Diaspora" Regierungspräsident von Aktionen beeindruckt
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Münster. Kirche bedarf nach evangelischer Selbstverständnis ständig der Reform. So befindet sich zurzeit auch der Kirchenkreis Münster in einem Entwicklungsprozess. Superintendent Dr. Dieter Beese informierte vor kurzem Dr. Jörg Twenhöven über die jüngsten Aktivitäten der evangelischen Kirche im Münsterland.
Unter der Formel "Evangelische Volkskirche in der Diaspora" möchte der Kirchenkreis in Freiheit und Verantwortung seine Verbundenheit mit den Menschen zeigen und sich damit mitten im Leben positionieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Fachbereiche gegründet worden, die jeweils mehrere Projekte betreuen. Zu den Arbeitsfeldern gehören unter anderem die Bereiche "Gottesdienst" "Seelsorge", "Bildung und Erziehung" und "Diakonie". So arbeitet beispielsweise die Notfallseelsorge seit kurzem eng mit den Einsatzkräften der Feuerwehr, der Rettungsdienste und der Polizei zusammen.
Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven zeigte sich beeindruckt vom breiten Angebotsspektrum des Kirchenkreises und den bereits angelaufenen Projekten in den Fachbereichen. Bei seinem Besuch überreichte Dr. Dieter Beese auch ein Video der drei Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg, die ihre Angebote unter dem Motto "Evangelisch im Münsterland" gemeinsam präsentieren. Vor dem Hintergrund geographischer, kultureller und historischer Gemeinsamkeiten der Kirchenkreise soll das Profil der evangelischen Kirche als geistig-kulturell-eigenständige und wirksame Bewegung und als lebendige Gemeinschaft eigenverantwortlicher Personen deutlich zutage treten. Die Kirchenkreise möchten im Münsterland gemeinsam artikulations- und handlungsfähig sein. "Öffentlichkeitsarbeit ist ein wirksamer Weg, die gute Idee zu den Menschen zu transportieren. Warum sollte ihn die Kirche nicht gehen?", urteilte Dr. Twenhöven über die Zusammenarbeit der drei Kirchenkreise.
Die zahlreichen Aktivitäten des Kirchenkreises sind Teil des Reformprozesses "Kirche mit Zukunft" auf landeskirchlicher Ebene. Die Reform verfolgt das Ziel, Menschen unterschiedlicher Herkunft am Leben in der Kirche aktiv teilhaben zu lassen, die Mitgliedschaft innerhalb der Kirche zu stärken und den christlichen Glauben zu vermitteln.
Der Kirchenkreis Münster bildet sich aus 100.000 evangelische Christen in der Gemeinschaft von 26 Gemeinden sowie den zahlreichen Diensten und Einrichtungen des Kirchenkreises.
04.12.2003



