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Die inneren Werte zählen ¿ Autobahnpolizei nimmt acht neue Streifenwagen in Betrieb
Münster. Früher fuhren die Kollegen Porsche 911. Die Autos waren schnell, gut fürs Selbstbewusstsein – „aber schrecklich unpraktisch“, so erinnert sich einer der Autobahnpolizisten, der in den 70er Jahren mit dem Rennwagen Dienst auf den Autobahnen rund um Münster tat, „noch nicht einmal ein Absperrkegel passte in den Kofferraum“. Ähnliches Ungemach wird den Beschäftigten der Autobahnpolizei der Bezirksregierung Münster mit den neuen Autos nicht passieren: Acht Streifenwagen Opel Omega 2.5 Caravan nehmen sie in diesen Tagen in Betrieb. Sechs der 150 PS starken Fahrzeuge sind schon ausgeliefert; Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven übergab jetzt (Freitag, 1. August) die Zündschlüssel an seine Kollegen der Autobahnpolizei.
Die neuen Wagen kosten etwa 35.000 Euro pro Stück und glänzen vor allem durch ihre inneren Werte. Allein die Zusatzausstattung an Bord ist rund 11.000 Euro wert. Die Ausstattung ist beispielhaft und wurde in einer landesweiten Arbeitsgruppe im wesentlichen von der Autobahnpolizei Münster entwickelt. An Bord befinden sich unter anderem sechs Teleskop-Blitzleuchten, sechs Warnbaken, ein Stauschild, ein Stop-Stick-Sperrsystem zum höchst effektiven Stoppen flüchtiger Autos - Nägel bohren sich in die Reifen – sowie feuerfeste Handschuhe. Zusätzlich haben jetzt auch alle Beamten der Autobahnpolizei – wie ihre Kollegen aus den Präsidien – Sicherheitswesten. Aufgrund dieser großen Ausstattung wechselte die Autobahnpolizei von der Limousine zum Kombi.
Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven lobte gestern die Vorarbeit der münsterschen Autobahnpolizei bei der Entwicklung der Fahrzeuge. „Sie bekommen keinen Porsche, dafür aber ein solides, hervorragend ausgestattetes Auto, das Ihnen ihre Arbeit unter den gefährlichen Umständen, wie sie auf der Autobahn herrschen, hoffentlich erleichtern wird“, so Twenhöven. So seien alle Details an den Autos darauf ausgerichtet, den Beamten bei der Absicherung von Gefahr- und Unfallstellen die größtmögliche Sicherheit zu bieten. Twenhöven: „Weil Sie den Wagen selbst entwickelt haben, ist er auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.“
Erich Nierhoff, Leiter der münsterschen Autobahnpolizei, wünschte den anwesenden Kollegen in Vertretung für die rund 280 Beamten der Autobahnpolizei eine „gute, sichere Fahrt“ und versprach, dass die beiden fehlenden Wagen so schnell wie möglich ihren Weg in den Wachdienst finden werden.
05.09.2003

