Personalrecht Schule

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Personalangelegenheiten Schule


Antragsvordrucke für Schulleitungen und Lehrkräfte

Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Antragsvordrucke rund um die Arbeit im Schuldienst. Für weitere Fragen stehen Ihnen die Ansprechpartner der jeweiligen Schulformen zur Verfügung.


Abordnung

Der Begriff „Abordnung“ beinhaltet, dass einer Lehrkraft eine dem Amt entsprechende Tätigkeit bei einer anderen Dienststelle (Schule) zugewiesen wird, wobei die Zugehörigkeit zur Stammschule beibehalten wird. Bei Abordnungen handelt es sich immer nur um vorübergehende Maßnahmen.


Annahme von Belohnungen und Geschenken

Nach § 42 des Beamtenstatusgesetzes (BeamtStG) und § 59 LBG des Landesbeamtengesetzes (LBG) sowie gemäß § 3 Abs. 3 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) dürfen Beamtinnen und Beamte sowie Tarifbeschäftigte des Landes Nordrhein-Westfalen – auch nach Beendigung des aktiven Beschäftigungsverhältnisses – grundsätzlich keine Belohnungen, Geschenke oder sonstigen Vorteile für sich oder eine andere Person in Bezug auf ihre (ehemalige) dienstliche Tätigkeit annehmen. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Dienstvorgesetzten bzw. Arbeitgebers.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgender Handreichung:


Arbeits- und Gesundheitsschutz

Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen ist eine wichtige Aufgabe. Die Bezirksregierung Münster ist als Beauftragte des Arbeitgebers verantwortlich für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der im Regierungsbezirk beschäftigten Lehrkräfte. Zusammen mit dem B.A.D.-GmbH als betriebsärztlichem Dienst werden grundlegende Fragen (z.B. zu Betrieblichem Eingliederungsmanagement, Mutterschutz, Sucht oder Mobbing) oder sonstige Einzelfragen geklärt. In Zusammenarbeit mit den Kommunen erfolgen u.a. Schulbegehungen bei baulichen Fragen. Zudem ist die Bezirksregierung Ansprechpartner bei Projekten aus dem Aufgabenbereich, hier auch gemeinsam mit den schulfachlichen Kolleginnen und Kollegen.


Auslandsschuldienst

Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen haben die Möglichkeit, im Auslandsschuldienst tätig zu sein. Beamtete Lehrkräfte können als Auslandsdienstlehrkraft, Bundesprogrammlehrkraft, Landesprogrammlehrkraft oder Ortslehrkraft im Ausland eingesetzt werden. Für tarifbeschäftigte Lehrkräfte kommt vorrangig eine Tätigkeit als Bundesprogrammlehrkraft oder Landesprogrammlehrkraft in Frage. Außerdem können sowohl beamtete als auch tarifbeschäftigte Lehrkräfte im Rahmen des MOE/GUS Landesprogramms tätig werden.

Weitere Informationen zum Thema Auslandsschuldienst finden Sie auf der Internetseite des Schulministeriums.




Betriebliches Eingliederungsmanagement nach § 84 SGB IX

Nach § 84 Abs. 2 SGB IX hat der Arbeitgeber die Pflicht, Beschäftigte, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren, bei der Wiederaufnahme des Dienstes zu unterstützen. Die Zielsetzung eines Präventionsgespräches im Rahmen der betrieblichen Eingliederung betrifft Leistungen und Hilfen, die eine Arbeitsunfähigkeit möglichst überwinden helfen, einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorbeugen und eine vorzeitige Zurruhesetzung vermeiden sollen.



Dienstunfälle und Sachschäden

Dienstunfall (Beamte)

Ein Dienstunfall ist ein auf äußerer Einwirkung bestehendes, plötzliches, örtlich und zeitlich bestimmbares einen Körperschaden verursachendes Ereignis, das in Ausübung des Dienstes oder infolge des Dienstes eingetreten ist. Zum Dienst zählen auch Dienstreisen, Dienstgänge und dienstliche Veranstaltungen.

Wird die verbeamtete Lehrkraft durch einen Dienstunfall verletzt, so wird ihr Unfallfürsorge gewährt, nachdem der Dienstunfall durch die Bezirksregierung anerkannt ist.

Die Unfallfürsorge umfasst:

  • Erstattung von Sachschäden und besonderen Aufwendungen (§ 32 Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG))
  • Heilverfahren (§§ 33, 34 BeamtVG, siehe auch Verordnung zur Durchführung des § 33 BeamtVG (Heilverfahrensverordnung – HeilvfV)
  • Unfallausgleich (§ 35 BeamtVG)
  • Unfallruhegehalt oder Unterhaltungsbeitrag (§§ 36 bis 38 BeamtVG)
  • Unfall-Hinterbliebenenversorgung (§§ 39 bis 42 BeamtVG)
  • einmalige Unfallentschädigung (§ 43 BeamtVG)
  • Schadensausgleich in besonderen Fällen (§ 43 a BeamtVG)
  • Einsatzversorgung im Sinne des § 31 a BeamtVG

Hinweis zum Heilverfahren: Gemäß § 1 Abs. 1 Heilverfahrensverordnung (HeilvfV) wird der Anspruch eines durch Dienstunfall Verletzten auf ein Heilverfahren dadurch erfüllt, dass ihm die notwendigen und angemessenen Kosten erstattet werden, somit die Dienstbehörde das Heilverfahren nicht selbst durchführt oder durchführen lässt.

Arbeitsunfall (Tarifbeschäftigte)

Zuständigkeit für die Anerkennung von Unfällen als Arbeitsunfall
Die personalaktenführende Dienststelle (Bezirksregierung Münster, Dezernat 47.7) ist für die Bearbeitung von Arbeitsunfällen tarifbeschäftigter Lehrkräfte an öffentlichen Schulen nicht zuständig. Sie ist aber durch eine Kopie der Unfallmeldung zu informieren.

Das Dezernat 47 bearbeitet bei Tarifbeschäftigten nur Sachschäden.
Im Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen tätige Lehrkräfte an öffentlichen Schulen im Tarifbeschäftigungsverhältnis wenden sich wegen der Unfallanzeige (nach den Vorschriften des SGB VII) bitte an folgenden Unfallversicherungsträger:

Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
Regionaldirektion Rheinland
Geschäftsbereich Land
Postfach 12 04 52
40604 Düsseldorf
Telefon: 0211 9024–0

E-Mail: info@unfallkasse-nrw.de
Internet: www.unfallkasse-nrw.de

In der Unfallkasse NRW sind unter anderem Tarifbeschäftigte des Landes kraft Gesetzes beitragsfrei versichert. Die LUK NRW ist ein Bestandteil der Sozialversicherung. Auf der  Internetseite der Unfallkasse kann unter Formulare/Unfallanzeigen die Unfallanzeige – Allgemeine Unfallversicherung ausgedruckt oder online ausgefüllt und ausgedruckt werden. Der entsprechende Formvordruck steht Ihnen zum Herunterladen zur Verfügung.


Dienstvorgesetzteneigenschaft für Schulleitungen

Seit dem 1.8.2013 haben im Wesentlichen alle Schulleiterinnen und Schulleiter die Dienst­vorgesetzten­eigenschaft (DVE) erhalten und nehmen damit Dienst­vorgesetzten­aufgaben in festgelegten Angelegenheiten wahr.

Die Übertragung der DVE auf die Schulleitungen der Grundschulen erfolgt zum 1.8.2015.

In Auflösung befindliche Schulen sind von der Übertragung der DVE ausgenommen.

Sie können im Einvernehmen mit der Schulkonferenz einen Antrag auf Übertragung der DVE zu Beginn eines Schulhalbjahres stellen.

Im April und Mai 2015 haben regionale Informationsveranstaltungen für die Grundschulen hierzu stattgefunden.


Disziplinarangelegenheiten

Die Zentralstelle für Disziplinarangelegenheiten der Bezirksregierung Münster hat eine Handreichung für Schulleitungen mit dem Thema Pflichten von Lehrkräften und Reagieren auf Pflichtverstöße herausgegeben. Sie soll die Schulleitungen darin unterstützen, eventuelle Pflichtenverstöße richtig einzuschätzen und ihnen Möglichkeiten aufzeigen, sicher mit Dienstpflichtverletzungen umzugehen.

Die Handreichung verweist auch auf eine Information des Schulministeriums zur Annahme von Belohnungen und Geschenken im Schulbereich.


Eignungsfeststellungsverfahren (EFV), Schulleiterbewerbung

Lehrkräfte, die sich für das Amt der Schulleiterin oder des Schulleiters an einer öffentlichen Schule des Landes NRW (mit Ausnahme der Grundschulen) interessieren, müssen in der Regel zunächst an einer Maßnahme der Schulleitungsqualifizierung (SLQ) teilgenommen haben.

Mit der Teilnahmebestätigung an einer solchen Maßnahme können sich diese interessierten Lehrkräfte an einem Eignungsfeststellungsverfahren des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligen.

Die erfolgreiche Teilnahme an einem Eignungsfeststellungsverfahren ist Voraussetzung für eine Bewerbung auf eine Stelle als Schulleiterin oder Schulleiter an allen öffentlichen Schulen des Landes NRW (mit Ausnahme der Grundschule)

Im Hinblick auf die durch Fortbildungskontingente und -termine sowie die Termine und Abläufe des EFV bedingten Zeiträume (Anmeldeschluss) ist es sinnvoll, sich bei Interesse an einem Schulleitungsamt frühzeitig um die entsprechenden Termine zu bemühen.

Ein bestandenes EFV und die daran anschließende dienstliche Beurteilung sind drei Jahre lang gültig. Nach einem nicht bestandenen EFV kann eine erneute Bewerbung erst nach einem Jahr wieder erfolgen.

Ausschreibungen für Schulleitungsstellen sämtlicher Schulformen sind im Portal STELLA.NRW zu finden.


Elternzeit

Am 19.1.2012 ist die Freistellungs- und Urlaubsverordnung (FRUrlV NRW) in Kraft getreten, Änderungen wurden am 15.10.2013 verabschiedet.

Hierzu folgende Hinweise:

Gemeinsame Elternzeit

  • Die Elternzeit von jeweils 3 Jahren je Kind und Elternteil kann von den Eltern ganz oder teilweise gemeinsam genommen werden (§ 9 FRUrlV NRW).
  • Die Eltern können, wenn sie es wünschen, die Elternzeit vom 1. Tag bis zum 3. Lebensjahr des Kindes gemeinsam nutzen. Die allein oder gemeinsam genommene Elternzeit kann auf 2 Zeitabschnitte je Elternteil – weitere nur mit Zustimmung des Arbeitgebers – verteilt werden (§ 9 Abs. 2 FRUrlV NRW).

Flexibles drittes Jahr und Anmeldefristen

  • Mit Zustimmung der Dienststelle ist eine Übertragung von einem Jahr Elternzeit auf die Zeit bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes z.B. während des ersten Schuljahres möglich (§ 15 Abs. 2 BEEG).
  • Die Antragsfrist für die Elternzeit beträgt 7 Wochen für die Elternzeit nach der Mutterschutzfrist. In dringenden Fällen ist eine kürzere Frist möglich (§ 16 Abs. 1 BEEG).

Zulässige Teilzeitarbeit während der Elternzeit

  • Die im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BBEG) zulässige Teilzeitarbeit während der Elternzeit beträgt 30 Wochenstunden. Bei der gemeinsamen Elternzeit sind zusammen 60 Stunden (30 + 30) möglich (§ 15 Abs. 4 BEEG). Im Lehrerbereich sind maximal 2/3 der Pflichtstundenzahl zulässig.

Erholungs- und Sonderurlaub

Erholungsurlaub

Der Anspruch auf Erholungsurlaub ist durch die unterrichtsfreie Zeit abgegolten. Erholungsurlaub ist Urlaub unter Fortzahlung der Bezüge. Nach § 12 der Allgemeinen Dienstordnung für Lehrer und Lehrerinnen, Schulleiter und Schulleiterinnen an öffentlichen Schulen (ADO) nehmen Lehrer/innen den ihnen zustehenden Urlaub in den Ferien. Ferienzeiten, die über den Urlaubsanspruch hinausgehen, dienen der Fort- und Weiterbildung, der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sowie der Wahrnehmung anderer dienstlicher Verpflichtungen.

Sonderurlaub/Arbeitsbefreiung

Verbeamtete Lehrkräfte erhalten Sonderurlaub nach der Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW; bei tarifbeschäftigten Lehrkräften gibt es die Möglichkeit der Arbeitsbefreiung nach § 29 TV-L.


Frauenförderplan

Das Landesgleichstellungsgesetz verpflichtet alle Personal verwaltenden Dienststellen zu einer gezielten Frauen fördernden Personalplanung. Als eine von verschiedenen Maßnahmen sieht § 5 a Landesgleichstellungsgesetz in Dienststellen mit mindestens 20 Beschäftigten die Aufstellung von Frauenförderplänen jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren vor.

Inhalt eines Frauenförderplanes sind Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung, zum Abbau der Unterrepräsentanz von Frauen und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie (§ 6 Abs. 1 Landesgleichstellungsgesetz). Eine Bestandsaufnahme und Analyse der Beschäftigtenstruktur sowie die voraussehbare Entwicklung personeller Veränderungen bilden die Grundlage des Frauenförderplanes.

Zahlen, Daten, Fakten prägen in der Regel einen Frauenförderplan. Mit dem nun vorgelegten fünften Frauenförderplan der Schulabteilung (Januar 2013 – Dezember 2015) wird die gute Praxis fortgeführt, keine Datenfriedhöfe zu produzieren, sondern sich inhaltlich mit den Handlungsfeldern Gleichstellung, Personalentwicklung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie auseinanderzusetzen


Haftung

Schadensersatzansprüche können sich im Schulbetrieb und bei Schulveranstaltungen aus unterschiedlichen Lebenssachverhalten ergeben. Das für diese Angelegenheit zuständige Dezernat 27 greift häufige Fragestellungen in dem Infoblatt zu Haftungsfragen auf.


Krank-/Unfallmeldungen

Schulen sind verpflichtet, dem Dezernat 47 der Bezirksregierung beziehungsweise dem Schulamt mitzuteilen, wenn eine Lehrkraft innerhalb von 12 Monaten länger als 6 Wochen erkrankt ist.

Zur  Aufstellung und Vorlage der Fehltage soll die Funktion des GPC-Programms genutzt werden. Hierdurch werden entsprechende Formschreiben generiert.


Mehrarbeit

Aus zwingenden dienstlichen Gründen (z.B. zur Sicherung des stundenplanmäßigen Unterrichts) kann es vorübergehend erforderlich sein, dass Lehrkräfte Mehrarbeit leisten. Im Infoblatt zur Mehrarbeit im Schuldienst wird erläutert, wie Mehrarbeitsstunden ermittelt und anschließend vergütet werden. Aktuelle Stundensätze der Mehrarbeitsvergütung können der hinterlegten Tabelleentnommen werden.

Für die Schulen besteht die Möglichkeit, die notwendigen Änderungsmitteilungen LBV (Bes) 23.2009 – Mehrarbeitsvergütung für Lehrkräfte – und LBV (Bes) 24.2006 – Vergütung für nebenamtlichen/zusätzlichen Unterricht für Lehramtsanwärter/innen – in den Schulverwaltungsprogrammen unter dem Link herunter zu laden.


Nebentätigkeit

Verbeamtete Lehrkräfte

Führen verbeamtete Lehrkräfte eine Nebentätigkeit aus, so ist diese durch die Dienststelle nach § 49 LBG NRW vorher zu genehmigen.

Hier einige Beispiele von Nebentätigkeiten:

  • Übernahme einer Vormundschaft
  • Betreuung
  • Pflegschaft oder Testamentsvollstreckung
  • Übernahme eines Nebenamtes
  • Übernahme einer Nebenbeschäftigung gegen Vergütung, zu einer gewerblichen Tätigkeit, zur Mitarbeit in einem Gewerbebetrieb oder zur Ausübung eines freien Berufes
  • zum Eintritt in den Vorstand, Aufsichtsrat, Verwaltungsrat oder in ein sonstiges Organ einer Gesellschaft oder eines in einer anderen Rechtsform betriebenen Unternehmens, soweit diese einen wirtschaftlichen Zweck verfolgen
  • Übernahme einer Treuhänderschaft

Die zeitliche Beanspruchung durch eine oder mehrere Nebentätigkeiten darf in der Woche ein Fünftel der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit nicht überschreiten.

Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die Nebentätigkeit dienstliche Interessen beeinträchtigen kann.

Tarifbeschäftigte Lehrkräfte

Tarifbeschäftigte Lehrkräfte haben Nebentätigkeiten gegen Entgelt ihrem Arbeitgeber rechtzeitig vorher schriftlich anzuzeigen.

Die personalführende Dienststelle kann die Nebentätigkeit untersagen oder mit Auflagen versehen, wenn diese geeignet ist, die Erfüllung der arbeitsvertraglichen Pflichten der Beschäftigten oder berechtigte Interessen des Dienstherrn zu beeinträchtigen. Für Nebentätigkeiten kann eine Ablieferpflicht nach den Bestimmungen, die beim Dienstherrn gelten, zur Auflage gemacht werden.


Pflichtstunden und Pflichtstundenermäßigung

Pflichtstunden

Die regelmäßige Arbeitszeit der Beamten und Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst beträgt 41 Stunden (à 60 Minuten) wöchentlich. Diese Arbeitszeit gilt gem. § 44 Nr. 2 TV-L auch für tarifbeschäftigte Lehrkräfte.

Lehrer leisten unter Zugrundelegung dieses Zeitrahmens messbare und nicht messbare Arbeit. Messbar sind die wöchentlichen Unterrichtsstunden (= Pflichtstunden). Deren Zahl beträgt in der Regel für die Schulform

  • Grundschule 28 Stunden
  • Hauptschule 28 Stunden
  • Realschule 28 Stunden
  • Gymnasium 25,5 Stunden
  • Gesamtschule 25,5 Stunden
  • Berufskolleg (außer WerkstattlehrerInnen) 25,5 (30) Stunden
  • Förderschule 27,5 Stunden
  • Schule für Kranke 27,5 Stunden
  • Weiterbildungskolleg
    • Abendrealschule 25 Stunden
    • Abendgymnasium 22 Stunden
    • Kolleg (Institut zur Erlangung der Hochschulreife) 22 Stunden
  • Studienkolleg für ausländische Studierende 22 Stunden

Stundenbruchteile werden durch Auf- bzw. Abrunden für die Dauer jeweils eines Schuljahres innerhalb eines 2-Jahreszeitraumes kompensiert.

Zu der nicht messbaren Arbeit gehören neben der häuslichen Vor- und Nachbereitung des Unterrichts u.a. die Teilnahme an Sprechtagen, Konferenzen, Schulveranstaltungen und Erledigung von Verwaltungsarbeit.

Pflichtstundenermäßigung

Altersermäßigung

Vollbeschäftigte Lehrkräfte erhalten ab dem der Vollendung des 55. Lebensjahres bzw. des 60. Lebensjahres folgenden Schuljahr nachstehende Pflichtstundenermäßigungen:

  • 1,0 Stunden nach Vollendung des 55. Lebensjahres
  • 3,0 Stunden nach Vollendung des 60. Lebensjahres

Teilzeitbeschäftigte Lehrkräfte erhalten eine entsprechend reduzierte Pflichtstundenermäßigung:

  • 0,5 Stunden nach Vollendung des 55. Lebensjahres bei einem      Beschäftigungsumfang von mindestens 50 % der Regelpflichtstunden,
  • 2,0 Stunden nach Vollendung des 60. Lebensjahres und mindestens 75 %      Beschäftigungsumfang,
  • 1,5 Stunden nach Vollendung des 60. Lebensjahres und mindestens 50 %      Beschäftigungsumfang.

Schwerbehindertenermäßigung

Bei anerkannter Schwerbehinderung wird die Zahl der regelmäßigen wöchentlichen Pflichtstunden wie folgt ermäßigt bei einem Grad der Behinderung von:

  • mindestens 50 %
    • bei Vollbeschäftigung um 2 Stunden
    • bei Teilzeitbeschäftigung von mindestens 50 % um 1 Stunde
  • mindestens 70 %
    • bei Vollbeschäftigung um 3 Stunden
    • bei Teilzeitbeschäftigung im Umfang von mindestens 75 % um 2 Stunden
    • bei Teilzeitbeschäftigung im Umfang von mindestens 50 % um 1,5 Stunden
  • mindestens 90 %
    • bei Vollbeschäftigung um 4 Stunden
    • bei Teilzeitbeschäftigung im Umfang von mindestens 75 % um 3 Stunden
    • bei Teilzeitbeschäftigung im Umfang von mindestens 50 % um 2 Stunden

Auf Antrag der schwerbehinderten Lehrkraft kann der Dienstvorgesetzte in besonderen Fällen die Schwerbehindertenermäßigung um bis zu vier weitere Stunden befristet erhöhen, soweit die Art der Behinderung dies im Hinblick auf die Unterrichtserteilung erfordert.


Schulverwaltungsassistenz

An einer Reihe Schulen in NRW sind resultierend aus dem vorangegangenen Modellprojekt Schulverwaltungsassistentinnen und Schulverwaltungsassistenten eingesetzt.

Sie entlasten Lehrkräfte und Schulleitungen von Verwaltungsaufgaben und professionalisieren Verwaltungsabläufe, so dass Lehrerinnen und Lehrer sich verstärkt ihrem pädagogischen Kerngeschäft widmen können.

Die Grundlagen und Rahmenbedingungen sind im Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 18.9.2013 geregelt.



Schwangerschaft

Der Gesundheitsschutz werdender und stillender Mütter umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, Leben und Gesundheit insbesondere des Ungeborenen vor schädigenden Einwirkungen am Arbeitsplatz zu schützen.

Besondere rechtliche Regelungen und Schutzbestimmungen gelten während dieser Zeit.

Zur Beratung und Betreuung schwangerer Lehrerinnen beim beruflichen Umgang mit Kindern wurden die Hinweise und Handlungsempfehlungen zum Mutterschutz des Schulministeriums entwickelt und durch einen Ablaufplan/eine Orientierungshilfe der Bezirksregierung Münster ergänzt.

Weitere Informationen sind in der Broschüre Mutterschutz bei beruflichem Umfang mit Kindern des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales und auf den Internetseiten des Robert Koch Instituts und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zu finden.



Versorgung

Das Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV) bietet einen Versorgungsrechner an, mit dem der Ruhegehaltssatz und die Höhe des Ruhegehaltes ermittelt werden kann.

Für Beamte:

Auf Antrag erhalten Sie eine Versorgungsauskunft seitens des LBV. Voraussetzung ist, dass Sie

  • Beamtin/Beamter auf Lebenszeit des Landes NRW sind und
  • die fünfjährige Wartezeit für ein Ruhegehalt erfüllen
  • Sie das 55. Lebensjahr erreicht haben sowie
  • den Antrag Ihrer Personalakten führende Dienststelle zuleiten, die Ihre Personalakten beifügt und an das LBV übersendet.

Für die Berechnung eines fiktiven Ruhegehaltes sollte vorrangig der Versorgungsrechner genutzt werden.

Für Tarifbeschäftigte:

Als besondere Serviceleistung stellt die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) als Zusatzversorgungskasse ein Informationsportal für Beschäftigte im öffentlichen Dienst des Landes NRW zur Verfügung. Das Portal enthält Informationen rund um die betriebliche Altersvorsorge, die speziell für die Beschäftigten in NRW Informationen rund um die betriebliche Altersvorsorge, die speziell für die Beschäftigten in NRW zusammengetragen wurden.

Bitte nutzen Sie bei entsprechenden Fragen diese Angebote der VBL.


Vorgriffsstunden

Lehrerinnen und Lehrer waren

  • an Grundschulen und Berufskollegs beginnend mit dem Schuljahr 1997/1998,
  • an Weiterbildungskollegs und Studienkollegs für ausländische Studierende beginnend mit dem Schuljahr 1999/2000 und
  • an den übrigen Schulen beginnend mit dem Schuljahr 1998/1999

vorübergehend für einen Zeitraum von bis zu sechs Schuljahren zur Leistung der Vorgriffsstunde verpflichtet, sofern sie vor Beginn des jeweiligen Schuljahres das 30. Lebensjahr, aber noch nicht das 50. Lebensjahr vollendet hatten. Diese Verpflichtung wurde mit dem Zehnten Gesetz zur Änderung dienstrechtlicher Vorschriften mit Ablauf des ersten Schulhalbjahres 2003/2004 beendet.

Nach der Ausgleichszahlungsverordnung Vorgriffsstunde vom 8.6.2004 erhalten Lehrerinnen und Lehrer in den Fällen, in denen der zeitliche Ausgleich für zusätzliche Pflichtstunden ganz oder teilweise unmöglich wird, eine Ausgleichszahlung. Dieser finanzielle Ausgleich erfolgt auf Antrag der Lehrkräfte. Ein entsprechender Musterantrag ist für Sie hinterlegt.


Wiedereingliederung

Die stufenweise Wiedereingliederung dient dazu, arbeits- und dienstunfähige Lehrkräfte nach längerer Krankheit schrittweise an die volle Arbeitsbelastung heranzuführen und so den Übergang zur vollen Berufstätigkeit zu erleichtern.

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Telefax: +49 (0)251 411-2525

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