Regierungsbezirk Münster

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Bundesautobahn 1 und 2
Unfallkommission hat Autobahnen im Blick

Gruppenfoto

Die Unfallkommission besteht aus Fachleuten des Baulastträgers (straßen.NRW), der Polizeipräsidien Münster und Dortmund sowie der Bezirksregierung Münster. © Bezirksregierung Münster

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Im Jahr 2017 wurden 24 Unfallhäufungsstellen bzw. -linien und Sonderunfälle auf den Bundesautobahnen im Regierungsbezirk registriert. Darüber hat sich die Unfallkommission im Regierungsbezirk Münster unter Federführung des Verkehrsdezernats ausgetauscht. Das Gremium besteht aus Fachleuten des Baulastträgers (Straßen.NRW), der Polizeipräsidien Münster und Dortmund sowie der Bezirksregierung Münster. Ihr Ziel: Die Unfälle auf den Bundesautobahnen im Regierungsbezirk Münster weiter zu reduzieren.

Auf den Bundesautobahnen im Bezirk wurden 11 Unfälle mehr als im Vorjahr erfasst. Grund für die Steigerung ist eine Änderung in der statistischen Auswertung aufgrund des aktualisierten sogenannten Unfallerlasses. Demnach ermittelt die Polizei nun zusätzlich Unfallhäufungslinien mit Getöteten und Schwerverletzten gleichen Unfalltyps auf Streckenabschnitten unter 1000m sowie besondere Unfallgruppen in einem 3-Jahreszeitraum. Allein aus diesen Änderungen ergeben sich acht der insgesamt 24 Fälle, drei weitere sind Sonderunfälle. Von insgesamt gestiegenen Unfallzahlen kann also nicht gesprochen werden.

Bundesautobahn BAB 2

Autos auf der Autobahn

© Manfred Steinbach/fotolia

Die Unfallkommission wertet die von der Polizei ermittelten Daten aus und nimmt die einzelnen Strecken­abschnitte in Augen­schein, um Hinweise auf die Unfall­ursachen zu erhalten. Bei klaren Hinweisen können Maß­nahmen ergriffen werden, um die Verkehrs­sicherheit in den betroffenen Abschnitten zu erhöhen. So wurde zum Beispiel beschlossen, dass aufgrund der Unfalllagen auf der A2, Fahrtrichtung Oberhausen, zwischen Autobahn­dreieck Bottrop und Anschlussstelle Königshardt, zukünftig tageszeitliche Geschwindigkeitsbeschränkungen von 120km/h in der Zeit von 6 bis 19 Uhr angeordnet und Stauhinweise gezeigt werden. In diesem Bereich kam es in der Vergangenheit wegen starker Einfädelungsverkehre von der BAB A31 staubedingt immer wieder zu schweren Auffahrunfällen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird in den kommenden Jahren evaluiert.

Bundesautobahn BAB 1

Eine solche Evaluation erfolgte unter anderem auch für den Streckenabschnitt auf der A1, Fahrtrichtung Bremen, zwischen dem Autobahnkreuz Münster Süd und Greven. Dieser Abschnitt wurde bereits in der Unfallkommissionssitzung 2017 als Signifikanzstrecke mit deutlich erhöhten Unfallzahlen im Vergleich zu ähnlichen Streckenabschnitten auf den übrigen BAB‘en behandelt. Damals wurde ebenfalls eine temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung von 120km/h (6 bis 19 Uhr) angeordnet. Die Verkehrszeichen wurden im November 2017 aufgestellt. Seitdem konnte die Autobahnpolizei in diesem Streckenabschnitt bereits eine tendenzielle Abnahme schwerer Unfälle verzeichnen. Die weitere Entwicklung wird auch hier genau beobachtet.

Nachbetrachtet wurden ebenfalls fünf weitere Unfallhäufungsstellen sowie die Wirksamkeit der hierzu in der Unfallkommissionssitzung 2016 beschlossenen Maßnahmen. Erfreulicherweise konnten diese Unfallhäufungsstellen als erledigt eingestuft werden, da die Zahl der dort verzeichneten Unfälle deutlich zurückgegangen ist.

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