Regierungsbezirk Münster

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Mehr Kinderfeuerwehren braucht das Land
Kinderfeuerwehr im Regierungsbezirk sehr beliebt

Kinder vor einem Straßenreinigungsfahrzeug

Kinder der Kinderfeuerwehr Dülmen lernen etwas über Ölspuren auf Straßen und deren Beseitigung anhand von einem Straßenreinigungsfahrzeug. © Feuerwehr Dülmen

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Leitstelle besichtigen, Tannenbäume löschen und Erste-Hilfe-Maßnahmen üben: In der Kinderfeuerwehr lernen Kinder ab sechs Jahren spielerisch Spannendes aus den Bereichen Brandschutz- und Verkehrserziehung. Im Regierungs­bezirk Münster gibt es sechs Kinder­feuerwehren, insgesamt in Nordrhein-Westfalen 70 Kinderfeuerwehren. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Kinder­feuerwehren, unter anderem mit Transportern für gemeinsame Übungen und Ausflügen und mit Feuerwehr-Tretautos.

Kinder vor Kletterwand

Die Kinder der Kinderfeuerwehr Dülmen besichtigten das Außenübungsgelände des Institutes der Feuerwehr NRW. © Feuerwehr Dülmen

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Nordrhein-Westfalen unterstützt Kinderfeuerwehren

Donald Niehues ist Bezirks­brandmeister, wohnt in Dülmen und engagiert sich auch beim Verband der Feuerwehren NRW. Er ist für die Freiwilligen Feuerwehren im Regierungs­bezirk Münster zuständig und hat einen guten Überblick über die Kinderwehren im Bezirk, die eigenständig von den Feuerwehren organisiert werden. „Der Andrang ist groß. In Dülmen sind zum Beispiel 40 Kinder in der Kinderfeuerwehr und es gibt bereits eine Warte­liste. Im Bezirk brauchen wir mehr Kinderfeuerwehren“, erklärt Bezirks­brandmeister Donald Niehues. Hintergrund: Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen. Es muss sichergestellt werden, dass sich genügend Betreuer um die Kinder kümmern. Außerdem sind die Fahrzeuge und der Platz in den Fahrzeugen für die Kindersitze begrenzt.

Seit Januar 2016 gibt es eine rechtliche Grundlage für die Kinderfeuerwehr. Das Gesetz über den Brand­schutz, die Hilfe­leistung und den Katastrophenschutz (BHKG) ermöglicht es, Kinder ab sechs Jahren in die Kinderfeuerwehr aufzunehmen. Betreut werden die Kinder von einem Fachmann bzw. Fachfrau der Feuerwehr und einer Betreuungsperson, die keine besonderen Fachkenntnisse besitzen muss.

Gewinn für Kinder, Eltern und Feuerwehr

Kinder vor einem Feuerwehrauto

Die Kinderfeuerwehr Dülmen war zu einer Besichtigungstour in Münster - inklusive Fahrzeugschau und einer Führung durch die Leitstelle. © Feuerwehr Dülmen

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„Die Kinder lernen fürs Leben und das Gelernte bleibt im Kopf. Sogar die Eltern lernen dazu. Die Kinder machen ihre Eltern auf falsches Ver­halten aufmerksam, wenn zum Beispiel der Papa den Grill falsch anzündet, indem er vorher eine Flasche Spiritus auf die Holz­kohle schüttet,“ erzählt Donald Niehues. Auch für die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr hat die Kinder­feuerwehr einen Mehrwert. „Sie können ihr Wissen teilen und wecken Begeisterung für den Beruf“.

Donald Niehues ist ein Erlebnis besonders in Erinnerung geblieben. Es zeigt, wie hilfreich es sein kann, schon früh zu lernen, wie man mit Gefahren umgeht. „Ein Junge hat in der Kinderfeuerwehr gelernt, dass man plötzlich krank werden kann, zum Beispiel durch einen Herzinfarkt. Der Junge war mit seinem Vater allein zuhause und der hatte ihm gesagt, ihm geht es nicht gut. Der Junge hat sich daran erinnert, was ihm bei der Kinderfeuerwehr darüber erzählt wurde und hat den Rettungsdienst gerufen. Er hat mit diesem Anruf seinem Vater das Leben gerettet.“

„Bei der Kinder­feuerwehr herrscht auch mal Durcheinander - es sind eben Kinder. Aber wenn sie dann alle im Schulungsraum sitzen, ein Feuerwehrmann in seiner Uniform vorne steht und ihnen etwas erzählt, sitzen sie ganz andächtig auf ihren Stühlen. Für sie ist er ein Held -  und der kann sogar das große Feuerwehrauto fahren.“

Kinderfeuerwehr ist die Zukunft

Mann in Feuerwehr-Uniform

Porträt Donald Niehues, Bezirksbrandmeister für den Regierungsbezirk Münster. © Jürgen Primus

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Es ist wichtig, die Kinder schon vor der Jugend­feuerwehr für die Feuerwehr zu begeistern. „Mit sechs Jahren sind sie total heiß auf das Thema Feuerwehr. Wir müssen daher die Jungs und Mädels schon früh abholen und nicht erst mit 10-12 Jahren,“ sagt Bezirks­brandmeister Donald Niehues.

Er ist davon überzeugt, dass die Kinderfeuerwehr die Zukunft der Feuerwehr ist. „Führungs­kräfte in der Feuerwehr, die jetzt 50-60 Jahre alt sind, haben in der Jugendfeuerwehr angefangen und haben die Arbeit von der Pike auf gelernt. Dies erkennt man dem Emblem der Jugendfeuerwehr, das sie an ihrer Uniform tragen. In den nächsten 50 Jahren werden neben dem Emblem der Jugendfeuerwehr viele auch das der Kinderfeuerwehr tragen. Da bin ich mir sicher.“

Kinderfeuerwehren im Regierungsbezirk:

  • Kreis Steinfurt 2: Altenberge und Tecklenburg,
  • Kreis Warendorf 2: Ostbevern und Warendorf-Hoetmar
  • Kreis Coesfeld 1: Dülmen
  • Kreis Borken 1: Bocholt

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