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Förderung, Förderung und Förderung
Digitale Modellregion Gelsenkirchen

Smartphone in der Hand

© Bezirksregierung Münster

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Digitale Innovationen bieten den Regionen im Land viele Chancen, schneller, besser und attraktiver zu werden. Insgesamt fünf Modellregionen in Nordrhein-Westfalen gehen mit einem guten Beispiel voran und setzen innovative Projekte um. Von ihren Erfolgen können dann andere Kommunen profitieren. Erklärvideos nach dem Motto „7. Sinn der Digitalisierung“, „Interaktive Visualisierung regionaler Open Date-IVOD“ und „Smartphone-Bürger-ID“ sind erste Projekte, die von der Geschäftsstelle Gigabit.NRW der Bezirksregierung Münster gefördert werden und den Digitalisierungsprozess in der Emscher Lippe Region und darüber hinaus vorantreiben.

Gigabit-Geschäftsstelle

Die Gigabit-Geschäftsstelle hat die Aufgabe, mit Fördergeldern Digitalisierungsprozesse zu beschleunigen – in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und öffentliche Verwaltung. Die Voraussetzung dafür ist ein schnelles Internet. Die Gigabit-Geschäftsstelle begleitet die Kommunen bei dem geförderten Ausbau der Gigabitnetze und unterstützt zahlreiche weitere Projekte und Ideen, die die Digitalisierung in der Region voranbringen. Zu ihren Aufgaben gehört auch, Förderprojekte zu initiieren, regionale Antragssteller und Breitbandkoordinatoren zu vernetzen und Schulen bei der Umsetzung einer digitalen Infrastruktur zu beraten.

Digitale Modellregion: Gelsenkirchen

Ein Beispiel, wie die Gigabit-Geschäftsstelle Digitalisierungsprozesse vorantreibt, ist das Förderprogramm „Digitale Modellregion“. Die Stadt Gelsenkirchen bildet gemeinsam mit der Stadt Bottrop und dem Kreis Recklinghausen die digitale Modellregion für den Regierungsbezirk Münster. Das Förderprogramm hat das Ziel, durch Kooperationen mit Wirtschaft und Wissenschaft innovative Projekte zu entwickeln, die eine Strahlkraft in ganz NRW entfalten können. Denn erfolgreiche Digitalisierungsprojekte sollen auf andere Regionen übertragen werden. Das Förderprogramm basiert auf drei Säulen: Einrichtung eines Projektbüros, Initiierung und Begleitung von E-Government-Projekten und Projekten der digitalen Stadtentwicklung. Jede Digitale Modellkommune ist verpflichtet, ein Projektbüro in der Leitkommune einzurichten. Das Projektbüro Gelsenkirchen betreut aktuell folgende Projekte:

„Interaktive Visualisierung regionaler Open Data (IVOD)

Aus dem Bereich E-Government wird zum Beispiel das Projekt „Interaktive Visualisierung regionaler Open Data (IVOD)“. Im April 2019 hat die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen die Förderung in Höhe von 442.000 Euro erhalten. Das Projekt „IVOD“ soll helfen, Daten und Statistiken von öffentlichen Einrichtungen für Bürgerinnen und Bürger verständlich zu machen. So sollen Daten von Behörden, wie zum Beispiel Geburtenrate, Wohnstatistiken oder Verkehrsaufkommen, so aufgearbeitet werden, dass sie leicht lesbar sind.  Behörden sind dazu verpflichtet, die Daten freizugeben. In welcher Form sie veröffentlicht werden, ist jedoch nicht definiert. Daher werden jetzt Auswertungstools entwickelt, die die Daten visuell ansprechend darstellen sollen.

Smartphone-Bürger-ID

Ein weiteres Förderprojekt ist die Smartphone-Bürger-ID. Mit ihr sollen künftig Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel in Gelsenkirchen einen Anwohner-Parkausweis, ein neues Autokennzeichen oder eine Namensänderung beantragen können. Die Smartphone-Bürger-ID ist die digitale Version des Personalausweises und ein Kooperationsprojekt der Stadt Gelsenkirchen, der Westfälischen Hochschule, der Firma XignSys GmbH und der Stadt Aachen. Bürgerinnen und Bürger sollen sich mit Hilfe der ID rechtssicher mit der Behörde austauschen können. Daher entwickeln die Kooperationspartner gemeinsam eine modellhafte Authentifizierungsmöglichkeit via Smartphone, um sie für „digitale“ Behördengänge einzusetzen. Die sichere und nachweisbare Authentifizierung muss dabei durch zwei Faktoren erfolgen und das eIDAS-Vertrauensniveau erfüllen. So können ohne eine vorherige Passwortauthentifizierung E-Government Anwendungen genutzt werden. Die Smartphone-Bürger-ID soll in das Servicekonto.NRW integriert werden. Die Bezirksregierung Münster hat das Projekt im Januar 2019 mit insgesamt 3.825.000 Euro gefördert.

Videos „7. Sinn der Digitalisierung“

Awareness-Videos im Stil der WDR-Ratgebersendung „7. Sinn“ sollen die Bevölkerung und kleine und mittelständische Unternehmen für Digitalisierung sensibilisieren. Die Videos sollen schnell, kostenlos und unkompliziert den Zuschauern helfen, selbstsicher mit den neuen Digitalisierungsprozessen in den Regionen zurecht zu kommen. Das Projekt soll bei den Zuschauern ein Mehrwert an Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit im Internet herstellen. Die Bezirksregierung fördert die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen mit 518.000 Euro für das Projekt, das bis Ende 2021 umgesetzt wird. Der Förderbescheid wurde im November 2018 ausgestellt.

Zukünftige Projekte

Weitere Ideen und Projekte sind in Planung. Zum Beispiel das Projekt „LoRaTLS“ der Stadt Gelsenkirchen und Gelsenwasser AG. Es soll ein Verbrauchsdatenmanagementsystem entwickelt werden, das kontinuierlich die Energie- und Verbrauchsdaten von Gas, Strom, Wärme und Wasser aller städtischen Gebäude erfasst. Mittels Zählern mit LongRange-Kommunikation ist ein funkbasierter Datentransfer der Energie- und Verbrauchsdaten möglich. Das heißt, eine manuelle Ablesung würde entfallen. Zudem könnte der Verbrauch transparent dargestellt und die Energie in den Gebäuden systematisch optimiert bzw. reduziert werden. Ziel des Projektes ist, Gebäude umweltfreundlich zu bewirtschaften, in dem der CO2-Verbrauch reduziert und Strom, Gas, Wärme und Wasser eingespart werden.

GeoSmartChange

Die Stadt Bottrop, die Westfälische Hochschule und die CycloMedia Deutschland GmbH möchten gerne einen georeferenzierten „Digitalen Zwilling“ erstellen. Bei dem Projekt wird die Umgebung per Bildbefahrung digital erfasst. Dadurch wird ein hochauflösender, messgenauer und georeferenzierter „Digitalen Zwilling“ mit 360°-Panaromabildern des Stadtgebietes erstellt. Die digitale Erfassung der Umgebung kann auf andere Städte übertragen werden. Das heißt, der ganze Projektraum der digitalen Modellregion mit den zwölf Städten und Gemeinden kann erschlossen werden. Die gewonnene Datenbasis bietet für die Kommunen viele Vorteile, unter anderem für den Städtebau, Planungen von Großveranstaltungen oder auch Rettungseinsätze. So sieht man zum Beispiel bereits am PC vorhandene, Straßenbeleuchtung, Verkehrszeichen, Stadtmöblierung und Lichtsignalanlagen, die bei Veranstaltungen oder Einsätzen beachtet werden müssen. Wege oder auch Brücken, die nur begrenzt befahrbar sind und somit von bestimmten Fahrzeugen nicht genutzt werden können, werden ohne Vororttermin identifiziert. Durch den „Digitalen Zwilling“ zeigt sich, wie bei der Entwicklung zur Smart City effizientere Prozesse, Kosteneinsparungen und ein verbesserter Bürgerservice – natürlich unter Beachtung des Datenschutzes – geleistet werden können.

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