Regierungsbezirk Münster

Hauptinhalt

Im Fokus


Verkehrsunfälle vermeiden
Gefahrguttransporte

Brennender Transporter

Durch den Transport von Lithium-Altbatterien kam es im Jahr 2011 in Lüdinghausen zu einem Brand auf der Ladefläche eines geschlossenen Kleintransporters © Feuerwehr Lüdinghausen

Immer wieder geschehen auf der Straße Verkehrsunfälle mit Austritt von gefährlichen Stoffen. Damit sind häufig große Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer sowie erhebliche Probleme für die Feuerwehr und andere Rettungskräften verbunden.

Einmal ist es ein ausgebrannter Kleintransporter auf der B 235 bei Lüdinghausen, der durch Kurzschluss an nicht abgeklebten Polen der Lithium-Altbatterien in Kunststofffässern in Brand geriet. In diesem Sommer versperrte ein verunfallter Sondertransporter auf der A 1 bei Schwerte mit Austritt von heißem, flüssigem Aluminium die Autobahn oder der Sprengstofftransporter auf der A 46 bei Haan auf dem Weg in einen Wuppertaler Steinbruch mit Austritt von explosionsgefährlichem Ammoniumnitrat-Granulat (ANC) füllte die Tageszeitung.

Mängel frühzeitig erkennen und beseitigen

Auf der Straße ist die Polizei zuständig, aber Chemiebetriebe und Speditionen, die solche Gefahrguttransporter auf die Reise schicken, werden von den Gewerbeaufsichtsbeamten der Bezirksregierung Münster überprüft. Ziel dieser Kontrollen ist es, Gefahrgutmängel bereits im Betrieb zu erkennen und abzustellen, bevor die Fahrzeuge das Werksgelände verlassen und zu Problemen auf der Straße werden.

Hierbei wird im Rahmen einer innerbetriebliche Systemkontrolle geprüft, ob die verantwortlichen Personen wie beispielsweise Gefahrgutbeauftragte, Verlademeister und Gefahrgutfahrer ihre Aufgaben ordnungsgemäß wahrnehmen (Unterweisung, „Gefahrgutführerschein”/ADR-Bescheinigung). Außerdem wird kontrolliert, ob die Auswahl und Kennzeichnung der Verpackung und des Transporters korrekt sind. Bei Gasabfüllern wird auch nachvollzogen, ob die Gasflaschen nach Ablauf der Prüffristen vor der Wiederbefüllung einer Druckprüfung unterzogen wurden und ob die richtige Einstufung in die Gefahrgutklassen erfolgte.

Fahrzeuge richtig kennzeichnen

Insbesondere die richtige Fahrzeugkennzeichnung ist sehr wichtig, weil die Feuerwehr bei einem Unfall dann schon von weitem auf dem Gefahrenzettel die Gefahrgutklasse und auf der orangefarbenen Warntafel die Gefahrenart und die UN-Stoffnummer des geladenen Gefahrgutes erkennen kann. Nur mit dieser Information kann beispielsweise das richtige Löschmittel schnell ausgewählt werden (Wasser, Pulver, Schaum, CO2).

Letztlich werden das vorhandene Wissen und die erforderlichen Materialien zur Ladungssicherung nach der Straßenverkehrsordnung wie Zurrgurte und -ketten oder rutschhemmende Matten im Betrieb kontrolliert.

Die Bezirksregierung erhält von der Polizei regelmäßig Informationen über Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit der Gefahrgutbeförderung oder bei unzureichender Ladungssicherung, wenn der Absenderbetrieb seinen Sitz im hiesigen Regierungsbezirk hat. Bei einer nachfolgenden Betriebskontrolle werden dann die Ursachen nachvollzogen und gefahrgutbezogene Mängel abgestellt.

Verwandte Themen

Zusätzliche Informationen

Downloads

Hier gelangen Sie zu den gewünschten Downloads und Formularen der Bezirksregierung Münster. Sortiert nach Themenfeldern werden Ihnen in Schritt 3 und gegebenenfalls 4 die entsprechenden Dokumente zum direkten Download angeboten.

Service-Bereich, Kontaktformular, Inhaltsverzeichnis

Kontakt Hinweis: Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus. Diese sind mit einem * markiert.

Mehr Optionen

Anschrift

Bezirksregierung Münster
Domplatz 1 – 3
48143 Münster

Telefon: +49 (0)251 411-0
Telefax: +49 (0)251 411-2525

poststelle@brms.nrw.de

Navigation

 
Move Schließen
\
Expand
Zurück Zurück Weiter Weiter
{pp_gallery_content}