Krankenschwestern mit Patienten

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Krankenhäuser


Krankenhausförderung

Stetoskop liegt auf Geldscheinen

© Schlierner/Fotolia

Die in den Krankenhausplan NRW aufgenommenen Krankenhäuser erhalten pauschale Fördermittel auf der Basis des Krankenhausgestaltungsgesetzes NRW.

Einer Antragstellung, eines Rechtsmittelverzichtes und eines Mittelabrufes bedarf es nicht. Die Verwendungsnachweislegung hat per Wirtschaftsprüfertestat zu erfolgen.

Grundlage der Förderung ist die Krankenhausplanung des Landes, die den aktuellen Stand und die geplante Entwicklung der für die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung erforderlichen Krankenhäuser ausweist.

I. Pauschalförderung (§ 18 KHGG NRW)

Für jedes Krankenhaus werden pauschale Förderbeträge auf der Basis der eigenen Leistungsdaten jährlich berechnet und bewilligt:

1. Baupauschale:
Jahresbetrag für förderfähige Baumaßnahmen (Neu- , Um- und Erweiterungsbauten inklusive notwendiger Erstausstattungen) – jährliche Auszahlung zum 1. Juli,

2. Pauschalbetrag:
Jahresbetrag für die Wiederbeschaffung von kurzfristigen Anlagegütern (Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände des Krankenhauses mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 3 bis zu 15 Jahren) – bei quartalsweiser Auszahlung.

II. Sonstige Förderungen

1. Besondere Beträge (§ 23 KHGG NRW)
Zusätzlich zu den oben genannten Pauschalmitteln kann ein besonderer Betrag festgesetzt werden, soweit dies notwendig oder ausreichend ist, um die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser zu erhalten. Gleiches gilt für die Beschaffung sogenannter Medizinprodukte, soweit die in § 23 KHGG NRW genannten Finanzierungsbeiträge nicht ausreichen.

2. Ausgleichsleistungen (§ 24 KHGG NRW)
Eine pauschale Ausgleichsleistung erhalten Krankenhäuser, die aufgrund einer krankenhausplanerischen Entscheidung des zuständigen Ministeriums ganz oder mindestens mit einer Abteilung aus dem Krankenhausplan ausscheiden, sofern diese Mittel zur Schließung beziehungsweise Umstellung erforderlich sind. Die Höhe der Ausgleichszahlung beläuft sich auf 1 Prozent des genehmigten Budgets des der Schließung vorausgegangenen Jahres.

3. Förderung von Lasten aus Investitionsdarlehen (§ 25 KHGG NRW)
Gefördert werden Kapitaldienstbelastungen aus Darlehen für förderfähige Investitionen, die bereits in der Zeit vor Ausweisung des Krankenhauses in den Krankenhausplan des Landes aufgenommen wurden (Altlast).

4. Ausgleich für Eigenmittel (§ 26 KHGG NRW)
Bei Ausscheiden eines Krankenhauses aus dem Krankenhausplan erhält das Krankenhaus einen Ausgleich für die Abnutzung seiner mit Eigenmitteln bereits bei Eintritt des Krankenhauses in die Landesförderung beschafften Einrichtungen/Investitionen, soweit deren regelmäßige Nutzungsdauer zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschrieben ist und künftig keine Nutzung für Krankenhauszwecke mehr erfolgt.

5. Anlauf- und Umstellungskosten (§ 27 KHGG NRW)
Förderfähig sind Anlauf- und Umstellungskosten, die in Zusammenhang mit geförderten Investitionen entstehen. Eine Förderung ist jedoch nur dann möglich, wenn die Aufnahme oder Fortführung des Krankenhausbetriebes ohne Förderung gefährdet wäre und dem Krankenhausträger nicht zuzumuten ist, die Mittel aufzubringen.

III. Krankenhausstrukturfonds

Mit der neuen, zum 01.01.2019 in Kraft getretenen Krankenhausstrukturfonds-Verordnung sollen in Nordrhein-Westfalen wie bisher strukturverbessernde Maßnahmen mit dem Ziel einer bedarfsgerechten Krankenhausversorgung gefördert werden.

Mit einer gemeinsamen Erklärung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) und der Landesverbände der Krankenkassen und Ersatzkassen wurden für die Förderperiode 2019/2020 die folgenden Förderschwerpunkte gesetzt:

Gefördert werden in Nordrhein-Westfalen große strukturverändernde/ strukturverbessernde Maßnahmen; insbesondere trägerübergreifend, um Doppelstrukturen zu beseitigen und die Versorgungsqualität zu erhöhen. Demzufolge sollen in der Förderperiode ausschließlich die folgenden Fördertatbestände bedient und entsprechende Anträge beim Bundesversicherungsamt gestellt werden:

  1. Dauerhafte Schließung eines Krankenhauses oder eines Teils von akutstationären Versorgungseinrichtungen eines Krankenhauses nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 KHSFV mit einer Priorität auf eine vollständige Standortschließung/Schließung einer unselbständigen Betriebsstätte.
  2. Träger- und standortübergreifende Konzentration akutstationärer Versorgungskapazitäten nach § 11 Abs. 1 Nr. 2 KHSFV mit einer Priorität, wenn die beteiligten Krankenhäuser eine dauerhafte Zusammenarbeit im Rahmen eines Krankenhausverbundes, etwa durch gemeinsame Abstimmung des Versorgungsangebots, vereinbart haben (§ 11 Abs. 1 Nr. 2 lit. C KHSFV).

Für die Förderperiode 2021/2022 wird zum gegebenen Zeitpunkt eine gesonderte Vereinbarung geschlossen. Nähere Hinweise zum weiteren Verfahren durch das MAGS sind in Kürze zu erwarten.

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