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Elterngeld


Elterngeld für Geburten ab 1. Juli 2015

Seit dem 1. Juli 2015 – Stichtag ist der Geburtstag des Kindes – können Eltern zwischen verschiedenen Varianten des Elterngeldbezuges wählen. Folgende Varianten des Elterngeldes stehen ab dem 1. Juli 2015 zur Wahl:

Basiselterngeld

Grundsätzlich kann das Basiselterngeld für die Dauer von 12 Monaten bezogen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können zwei weitere Bezugsmonate geltend gemacht werden. Das Basiselterngeld wird anhand des Einkommens vor der Geburt berechnet und beträgt mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro. Erwerbs­einkommen, das in der Bezugszeit bezogen wird, reduziert die Höhe des Elterngeldes. Antworten auf häufige Fragen zum Basiselterngeld finden Sie im unteren Bereich.

Elterngeld Plus

Die Höhe des Elterngeld Plus beträgt maximal die Hälfte des Basiselterngeldes, welches ohne Einkommen im Bezugszeitraum zustehen würde. Anstatt einem Monat Basiselterngeld können 2 Monate Elterngeld Plus bezogen werden. Elterngeld Plus kann somit für maximal 24 Monate (gegebenenfalls 28 Monate) bezogen werden. Eltern können insbesondere dann von der längeren Bezugszeit des Elterngeldes Plus profitieren, wenn Sie während des Elterngeldbezuges einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Weitere Informationen zum Elterngeld Plus finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Partnerschaftsbonus

Wenn beide Elternteile sich entscheiden, zeitgleich jeweils 25 bis 30 Stunden in der Woche zu arbeiten und sich damit auch die Zeit mit ihrem Nachwuchs zu teilen, gibt es einen zusätzlichen Partnerschaftsbonus in Form von vier zusätzlichen Elterngeld Plus-Monaten. Weitere Informationen zum Partnerschaftsbonus finden Sie ebenfalls auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Häufige Fragen zum Basiselterngeld 

In der folgenden FAQ-Liste erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Basiselterngeld.


Wo wird Elterngeld beantragt?

Ein Antrag auf Elterngeld ist bei den Elterngeldstellen der Kreise und kreisfreien Städte zu stellen.


Welche Unterlagen muss ich mit dem Antrag einreichen?

Neben dem Antragsvordruck, gegebenenfalls mit Erklärung für Selbstständige, legen Sie bitte soweit für Sie zutreffend folgende Unterlagen vor:

  • Geburtsurkunde
    Das Original der Geburtsurkunde ist in jedem Fall beizufügen. Vom Standesamt erhalten Sie automatisch eine Ausfertigung der Geburtsurkunde mit dem Verwendungszweck „Zur Beantragung von Elterngeld“.
  • Einkommensnachweise
    Wenn Sie Elterngeld beantragen, welches über den Sockelbetrag in Höhe von 300 Euro pro Monat hinausgehen soll, ist die Vorlage von Einkommensnachweisen erforderlich.
    • Nichtselbstständig Beschäftigte: Bitte legen Sie Kopien Ihrer Gehaltsabrechnungen für die letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes vor. Sofern Sie während der Mutterschutzfrist eine Einkommensminderung hatten, legen Sie bitte Einkommensnachweise für die letzten 12 Monate vor Beginn der Mutterschutzfrist vor.
    • Selbstständige, Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte: Bitte legen Sie die Kopie Ihres Einkommensteuerbescheides für den letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt vor. Sofern auch eine nichtselbstständige Beschäftigung vorlag, legen Sie bitte auch Ihre Gehaltsabrechnungen aus dem letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt vor.
  • Bescheinigung der Krankenkasse über die Bezugsdauer und die Höhe des Mutterschaftsgeldes, sofern Mutterschaftsgeld bezogen wurde.
  • Nachweis über die Höhe des Arbeitgeberzuschusses zum Mutterschaftsgeld, sofern ein Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld bezogen wurde. Der Nachweis kann zum Beispiel über die Vorlage einer Gehaltsabrechnung erfolgen.
  • Aufenthaltstitel
    Sofern Sie Staatsangehöriger eines Landes sind, welches weder der Europäischen Union (EU) noch dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angehört, legen Sie bitte eine Kopie Ihres gültigen Aufenthaltstitels vor.

Die vollständige Übersendung der Unterlagen beschleunigt die Bearbeitung des Antrages. Im Einzelfall ist es nicht auszuschließen, dass weitere Unterlagen erforderlich sind.


Wann muss ich den Antrag stellen?

Elterngeld kann frühestens ab der Geburt des Kindes beantragt werden.

Das Elterngeld muss spätestens 3 Monate nach dem Lebensmonat, für den Elterngeld bezogen werden soll, beantragt werden. Beispiel: Das Kind wird am 15. Juli 2015 geboren. Somit muss der Antrag spätestens am 14. November 2015 eingegangen sein.


Kann ich meinen Antrag nachträglich ändern?

Die im Antrag getroffenen Entscheidungen über die Elterngeldvariante (Basiselterngeld, Elterngeld Plus und/oder Partnerschaftsbonus) und die Bezugsmonate können bis zum Ende des Bezugszeitraumes ohne Angabe von Gründen geändert werden, sofern es sich um Änderungen für die Zukunft handelt.

Rückwirkende Änderungen sind dann möglich, wenn bereits ausgezahltes Elterngeld Plus in Basiselterngeld umgewandelt werden soll.

Andere rückwirkende Änderungen sind nur in besonderen Ausnahmen möglich. Ihre zuständige Elterngeldstelle steht Ihnen für Fragen zur Verfügung.


Was ist ein Lebensmonat?

Elterngeld wird für Lebensmonate des Kindes gezahlt.

Der erste Lebensmonat des Kindes beginnt am Tag der Geburt.

Beispiel:
Kind geboren am 8. Juli 2015
Erster Lebensmonat 8. Juli 2015 bis 7. August 2015
Zweiter Lebensmonat 8.August 2015 bis 7. September 2015
Dritter Lebensmonat 8. September 2015 bis 7. Oktober 2015 usw.

Anstelle des Geburtstages des Kindes tritt bei Adoptions- und Adoptionspflegefällen der Tag der Aufnahme des Kindes in den Haushalt mit dem Ziel der Adoption (kein Pflegegeld durch das Jugendamt).


Wie lange kann ich Basiselterngeld beziehen?

Die maximale Bezugszeit Basiselterngeld beträgt:

  • Grundsätzlich 12 Monate Elterngeld pro Elternpaar.
  • Sofern während des Bezuges des Elterngeldes eine Einkommensminderung im Vergleich zu vor der Geburt vorliegt, erhöht sich der Anspruch auf insgesamt 14 Monate pro Elternpaar.
  • Dabei darf ein Elternteil maximal 12 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen.
  • Basiselterngeld kann bis zum 14. Lebensmonat des Kindes gewährt werden.

Ein Elterngeldbezug von weniger als zwei Monaten ist nicht möglich.


Welche Sonderregelungen gelten für Alleinerziehende?

Sofern eine Einkommensminderung vorliegt, kann ein alleinerziehender Elternteil 14 Monate Basiselterngeld in Anspruch nehmen.

Als alleinerziehend gelten Elternteile, bei denen die Voraussetzungen für den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nach § 24b Absatz 1 und 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) vorliegen.

Dies ist nachzuweisen:

  • durch eine aktuelle Gehaltsabrechnung, in der Lohnsteuerklasse II eingetragen ist oder
  • durch eine Bestätigung vom Finanzamt.

Des Weiteren darf der andere Elternteil nicht zusammen mit dem Kind in einer Wohnung leben.


Können mein Partner und ich gleichzeitig Elterngeld beziehen?

Ja, beide Elternteile können gleichzeitig Elterngeld beziehen, sofern die maximale Bezugsdauer pro Elternpaar nicht überschritten wird.


Mein Partner kann/möchte keine Elternzeit nehmen. Kann ich 14 Monate Elterngeld beziehen, wenn mein Partner auf seine Monate verzichtet?

Nein, das ist nicht möglich.

Den verlängerten Bezugszeitraum von 14 Monaten Basiselterngeld können grundsätzlich nur alleinerziehende Elternteile in Anspruch nehmen. Für Elternpaare gilt: Maximal 12 Monate Basiselterngeld für einen Elternteil.

Ausnahme: Ein Elternteil, der nicht alleinerziehend ist, kann den verlängerten Bezugszeitraum alleine in Anspruch nehmen, sofern durch die Betreuung des Kindes durch den anderen Elternteil eine Kindswohlgefährdung entstehen würde oder die Betreuung durch den anderen Elternteil unmöglich ist.

Die Betreuung ist dem anderen Elternteil insbesondere dann unmöglich, wenn er wegen einer schweren Krankheit oder Schwerbehinderung sein Kind nicht selbst betreuen kann. Wirtschaftliche Gründe oder eine Verhinderung wegen anderweitiger Tätigkeiten (z. B. Erwerbstätigkeit) können nicht als Gründe für eine solche Unmöglichkeit anerkannt werden.


In den ersten zwei Lebensmonaten meines Kindes erhalte ich Mutterschaftsleistungen. Ich würde daher gerne Elterngeld für den 3.–14. Lebensmonat beantragen. Geht das?

Nein, Lebensmonate, in denen Mutterschaftsleistungen bezogen werden, gelten als Monate, in denen Basiselterngeld bezogen wird.

Sofern Sie in den ersten beiden Lebensmonaten Mutterschaftsleistungen erhalten, stehen ab dem dritten Lebensmonat nur noch 10 Monate Basiselterngeld zur Verfügung.


Wird das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet?

Ja, Mutterschaftsleistungen werden auf das Elterngeld angerechnet. Somit kann es dazu kommen, dass sich Ihr Elterngeldanspruch in den ersten zwei Lebens­monaten, gegebenenfalls auch länger, auf bis zu 0 Euro reduziert.


Ab welcher Einkommenshöhe wird Elterngeld nicht mehr gezahlt?

Übersteigt das zu versteuernde Einkommen im Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes 250.000 Euro bei Alleinerziehenden oder 500.000 Euro bei Elternpaaren, besteht kein Anspruch auf Elterngeld. Hierbei wird das Gesamteinkommen aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbstständiger Arbeit, nichtselbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung, sowie sonstige Einkünfte im Sinne des § 22 Einkommensteuergesetz (EStG) berücksichtigt.


Wie viel Elterngeld kann ich beziehen?

Die Höhe des Elterngeldes wird anhand des durchschnittlichen Einkommens vor der Geburt des Kindes berechnet.

Das Elterngeld beträgt mindestens 300 EUR und maximal 1.800 EUR.

Bei einem Einkommen vor der Geburt zwischen 1.000 Euro und 1.200 Euro pro Monat ersetzt das Elterngeld 67 Prozent des nach der Geburt wegfallenden Einkommens.

Berechnungsbeispiel Einkommen weniger als 1.000 Euro pro Monat

Beträgt das Einkommen vor der Geburt des Kindes weniger als 1.000 Euro pro Monat, steigt die Ersatzrate von 67 Prozent um 0,1 Prozent pro 2 Euro Unterschied zwischen dem Einkommen und 1.000 Euro.

Beispiel 1:

  • Durchschnittliches Einkommen vor der Geburt 400 Euro
  • Differenz zu 1.000 Euro = 600 Euro
  • 600 Euro : 2 Euro x 0,1 Prozent = 30 Prozent
  • 67 Prozent + 30 Prozent = 97 Prozent 
  • zustehendes Elterngeld= 97 Prozent von 400 Euro = 388 Euro

Berechnungsbeispiel Einkommen mehr als 1.200 Euro pro Monat

Beträgt das Einkommen vor der Geburt mehr als 1.200 Euro pro Monat, reduziert sich die Ersatzrate von 67 Prozent um 0,1 Prozent pro 2 Euro Unterschied zwischen dem Einkommen und 1.200 Euro auf minimal 65 Prozent.

Beispiel 2:

  • Durchschnittliches Einkommen vor Geburt = 1.220 Euro
  • Differenz zu 1.200 Euro = 20 Euro
  • 20 Euro : 2 Euro x 0,1 Prozent = 1 Prozent
  • 67 Prozent - 1 Prozent = 66 Prozent
  • zustehendes Elterngeld: 66 Prozent von 1.220 Euro = 805,20 Euro

Übersicht Ersatzrate Elterngeld

  • Einkommen vor der Geburt 0 bis 1.000 Euro – Ersatzrate Elterngeld 100 bis 67 Prozent
  • Einkommen vor der Geburt 1.000 bis 1.200 Euro – Ersatzrate Elterngeld 67 Prozent
  • Einkommen vor der Geburt größer als 1.200 Euro – Ersatzrate Elterngeld 67 bis 65 Prozent

Für welchen Zeitraum wird das „Einkommen vor der Geburt“ ermittelt?

Bei ausschließlich nichtselbstständiger Tätigkeit in den letzten 12 Monaten vor der Geburt und im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt wird das Einkommen aus den letzten 12 Monaten vor der Geburt herangezogen.

Ausnahme:
Sofern Sie in den 12 Monaten vor der Geburt einen Einkommensverlust durch

  • Bezug von Elterngeld (maximal bis 14. Lebensmonat) für ein Geschwisterkind
  • Bezug von Mutterschaftsleistungen
  • eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung

erlitten haben, können diese Monate durch weiter zurückliegende Monate ersetzt werden.

Falls Sie in den letzten 12 Monaten vor der Geburt oder im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt Einkommen aus Gewerbebetrieb, Selbstständiger Tätigkeit oder Land- und Forstwirtschaft hatten, wird zur Berechnung des Elterngeldes Ihr Einkommen aus dem letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt herangezogen.


Gibt es Einkünfte, die nicht berücksichtigt werden?

Bei der Berechnung des Elterngeldes werden lediglich Einkünfte aus Erwerbstätigkeit berücksichtigt. Andere Einkünfte, wie zum Beispiel solche aus Vermietung und Verpachtung oder Kapitalvermögen bleiben außen vor.

Einkünfte aus Erwerbstätigkeit, die nicht in der EU versteuert wurden (beispielsweise Erwerbseinkommen aus den USA), werden bei der Elterngeldberechnung nicht berücksichtigt.

Ebenfalls nicht als Einkommen gelten Einnahmen, die im Lohnsteuerabzugsverfahren nach den lohnsteuerrechtlichen Vorgaben als sonstige Bezüge zu behandeln sind. Dazu zählen zum Beispiel Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder Jubiläumszuwendungen.


Wird das Elterngeld vom Brutto- oder Nettoeinkommen berechnet?

Maßgeblich ist das Nettoeinkommen. Das Nettoeinkommen wird anhand des Brutto­einkommens und pauschaler Abzüge berechnet. Aufgrund der pauschalen Abzüge kann es dazu kommen, dass das „Elterngeldnetto“ geringfügig von Ihrem tatsächlichen Nettoeinkommen abweicht.


Muss ich vor der Geburt des Kindes gearbeitet haben um Elterngeld zu erhalten?

Nein, Elterngeld kann auch dann geleistet werden, wenn Sie in den maßgeblichen zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes nicht gearbeitet haben. Auch Schüler und Schülerinnen, Studierende sowie Hausfrauen und Hausmänner haben Anspruch auf Elterngeld in Höhe des Mindestbetrages.

Liegen die Grundvoraussetzungen vor, wird ein Sockelbetrag in Höhe von 300 Euro Basiselterngeld gezahlt.


Werden Geschwisterkinder bei der Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt?

Familien mit mehreren kleinen Kindern profitieren von dem so genannten Geschwisterbonus. Danach wird ein Zuschlag in Höhe von 10 Prozent des sonst zustehenden Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro gezahlt.

Der Geschwisterbonus wird gewährt, wenn

  • zwei Kinder im Haushalt das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder
  • drei Kinder im Haushalt das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Bei behinderten Kindern im Haushalt (Grad der Behinderung mindestens 20 Prozent) erhöht sich die Altersgrenze auf 14 Jahre.

Mit dem Ende des Monats, in dem das ältere Geschwisterkind sein drittes beziehungsweise sechstes Lebensjahr vollendet, entfällt der Erhöhungsbetrag.

Bei Mehrlingsgeburten steht der Geschwisterbonus nur für Vorkinder zu.


Wir erwarten Zwillinge, bekommen wir doppeltes Elterngeld?

Nein, da sich der Elterngeldanspruch auf die Eltern bezieht und nicht auf die Kinder, erhalten Sie auch bei einer Mehrlingsgeburt nur einmal Elterngeld.

Allerdings erhalten Sie einen Zuschlag in Höhe von 300 Euro pro Monat für den zweiten und jeden weiteren Mehrling.


Wie wird das Elterngeld ausgezahlt?

Das Elterngeld wird im Laufe des Lebensmonats gezahlt, für den es bestimmt ist.

Die Auszahlung erfolgt in Nordrhein-Westfalen jeweils um den 1. Kalendertag im jeweiligen Lebensmonat.

Beispiel:

Geburt des Kindes: 15. Juli 2015
Dritter Lebensmonat = 15. September 2015 – 14. Oktober 2015
Das Elterngeld für den dritten Lebensmonat wird um den 1. Oktober 2015 überwiesen.


Wird das Elterngeld auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angerechnet?

Das Elterngeld wird beim Bezug von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Kinderzuschlag vollständig als Einkommen angerechnet; auch der Mindestbetrag von 300 Euro.

Ausnahme:
Alle Elterngeldberechtigten, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen und die vor Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren, erhalten einen Elterngeldfreibetrag. Der Elterngeldfreibetrag entspricht dem durchschnittlichen Einkommen vor der Geburt, beträgt jedoch höchstens 300 Euro.


Bis zu dieser Höhe bleibt das Elterngeld bei den genannten Leistungen anrechnungsfrei und steht damit zusätzlich zur Verfügung.

Beispiel:

  • Durchschnittliches Einkommen vor der Geburt: 200 Euro
    Erwerbseinkommen + ergänzendes Arbeitslosengeld II.
  • Nach der Geburt besteht Anspruch auf Elterngeld in Höhe des Mindestbetrages von 300 Euro; außerdem besteht Anspruch auf Arbeitslosengeld II.
  • Vom Elterngeld bleiben 200 Euro (= durchschnittliches monatliches Erwerbseinkommen vor der Geburt) anrechnungsfrei; die restlichen 100 Euro werden auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

Darf ich während des Bezuges von Elterngeld arbeiten?

Während des Bezugs von Elterngeld dürfen Sie wöchentlich bis zu 30 Stunden arbeiten.

Für Lehrkräfte gilt hinsichtlich der wöchentlichen Arbeitszeit eine Sonderregelung.

Die erzielten Einkünfte werden bei der Berechnung des Elterngeldes angerechnet, so dass sich der Elterngeldanspruch reduziert.

Sofern Sie beabsichtigen während der Bezugszeit des Elterngeldes einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, könnte Elterngeld Plus eine interessante Alternative zum Basiselterngeld für Sie sein.

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Anträge auf Elternzeit von Lehrkräften werden im Dezernat 47 der jeweiligen Bezirksregierung bearbeitet. Bitte wenden Sie sich für Fragen an Ihre/n Personalsachbearbeiter/in.

Link für den Regierungsbezirk Münster: Elternzeit für Lehrkräfte

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