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Approbationen


FAQ – Häufig gestellte Fragen


Anspruchsvoraussetzungen

Persönlich

Sie können nachweisen, dass Sie

  • sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht, aus dem sich Ihre Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des ärztlichen Berufs ergibt und
  • in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des ärztlichen Berufes geeignet sind und
  • über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.

Fachlich

Sie verfügen über einen

  • Abschluss der Ausbildung in der Bundesrepublik Deutschland:
    • Ärzte: 6-jähriges Medizinstudium
    • Zahnärzte: 5-jährige Gesamtausbildungszeit
    • Apotheker: 5-jährige Gesamtausbildungszeit
  • EU-konformen Abschluss der jeweiligen Ausbildung in einem anderen Mitgliedsstaat der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) oder
  • Abschluss der jeweiligen Ausbildung außerhalb der EU und des EWR, die gleichwertig mit der Ausbildung in der Bundesrepublik Deutschland ist. Der Nachweis der Gleichwertigkeit erfolgt in einem Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren (in der Regel Einschaltung eines Gutachters und Kenntnisprüfung oder Eignungsprüfung)

Sind die o.g. persönlichen und fachlichen Voraussetzungen erfüllt, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf die Erteilung der Approbation.

Fehlt eine Voraussetzung, können Sie gegebenenfalls eine Berufserlaubnis beantragen.


Deutschkenntnisse

Vor der Erteilung einer Approbation oder Berufserlaubnis ist der Nachweis der Allgemeinsprache und der Fachsprache zu erbringen.

Ausreichende Deutschkenntnisse

Diese beziehen sich jeweils auf die mündliche und schriftliche Allgemeinsprache und die Fachsprache, also die für die medizinische Tätigkeit notwendige Sprache.

Sie sollen sich spontan und weitestgehend fließend, insbesondere mit den Patienten und Kunden, angemessen verständigen können und komplexe Texte und Fachdiskussionen zu medizinischen Themen verstehen und wiedergeben können.

Allgemeinsprache

Grundsätzlich soll eine Prüfung über die Anforderungen der Stufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Spachen (GER) nachgewiesen werden.

Nachweise hierüber sind nicht erforderlich, wenn Sie eine deutschsprachige Abschlussprüfung, Kenntnis- oder Weiterbildungsprüfung bestanden haben, Muttersprachler sind oder die Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschsprachigen Schule erworben haben.

Fachsprache

Die Fachsprachprüfung wird von den Ärzte-, Zahnärzte- oder Apothekerkammern in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Alle wichtigen Informationen zur Durchführung und zum Ablauf der Fachsprachprüfung sind auf den folgenden Seiten abrufbar:

Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster:
Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln:

Form der Unterlagen

Originale

Alle Unterlagen müssen im Original vorgelegt werden. Einfache Kopien oder per E-Mail übersandte Dokumente sind nicht ausreichend. Werden Nachweise nicht im Original vorgelegt, müssen sie in amtlich beglaubigter Kopie vorgelegt werden.

Amtlich beglaubigte Kopien werden in den Bürgerbüros der Stadtverwaltungen angefertigt.

Für Antragsteller, welche sich noch im Ausland aufhalten, fertigt die deutsche Botschaft im jeweiligen Land amtlich beglaubigte Kopien an (nicht Notare oder andere Behörden des jeweiligen Landes, da die Echtheit der Beglaubigung hier nicht überprüft werden kann).

Alternativ können Sie Ihre Originale auch nach Ihrer Einreise persönlich zur Ansicht gegen Rückgabe vorlegen. Bitte vereinbaren Sie hierzu einen Termin mit uns.

In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie von einer Übersendung von Originaldokumenten aus dem Ausland absehen.

Übersetzungen

Fremdsprachlichen Unterlagen, auch wenn diese in englicher Sprache verfasst sind, muss eine qualifizierte Übersetzung beigefügt werden.

Eine qualifizierte Übersetzung ist eine von einem in Deutschland öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer angefertigte Übersetzung. Die Übersetzerdatenbank der Landesjustizverwaltungen finden Sie unter nachstehendem Link.

Übersetzungen, welche von in Deutschland nicht anerkannten Übersetzern angefertigt wurden, können nicht akzeptiert werden.

Echtheitsvermerke

Alle Dokumente, welche außerhalb der europäischen Union ausgestellt wurden, sind mit Echtheitsvermerk vorzulegen.

Echtheitsvermerke sind die Legalisation und die Apostille.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, welche Art von Echtheitsvermerk Sie auf Ihren Dokumenten benötigen, sprechen Sie uns an!

Hinweis:

Nach Abschluss des Antragsverfahrens können eingereichte Dokumente und Unterlagen nicht zurückgeschickt werden.


Gebühren

Für die Entscheidung über die Approbation wird eine Gebühr zwischen 150 und 1.000 Euro erhoben.

Die Höhe der Gebühr richtet sich im konkreten Einzelfall nach dem Verwaltungsaufwand, der bei der Bearbeitung des Antrages anfällt. Ich bitte aus dem vorgenannten Grund, die Unterlagen vollständig vorzulegen. Sofern kopierte Unterlagen auf Ihre Übereinstimmung mit Ihren Originalen überprüft werden müssen bzw. hier Fotokopien vorgenommen werden müssen, sind dafür 0,50 Euro pro Seite zu berechnen.
Für die Erstellung eines Gutachtens zur Feststellung der Referenzqualifikation, der Gleichwertigkeit der Ausbildung sowie der Echtheit von Unterlagen können gesonderte Kosten entstehen.

Für das Ablegen der Fachsprachenprüfungen und der Eignungs- und Kenntnisprüfungen erheben die Kammern sowie das Landesprüfungsamt separate Gebühren.


Identitätsnachweis

In der Regel wird die Identität einer Person durch die Vorlage eins gültigen amtlichen Personaldokuments, mit dem die Pass- und Ausweispflicht in Deutschland erfüllt wird (Pass, Personalausweis, Pass- oder Ausweisersatz), belegt.

Bei Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eines Vertragsstaates, dem Deutschland und die Europäische Gemeinschaft oder Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprecheden Rechtsanspruch eingeräumt haben, (Europäische Staaten) reicht in der Regel die Vorlage einer Kopie des Personalausweises oder des Reisepasses aus.

Daten die nicht zur Identifizierung benötigt werden, sollen auf der Kopie geschwärzt werden. Dies gilt für die aufgedruckte Zugangs- und Seriennummer.


Kenntnisprüfung

Wichtige Informationen zur Kenntnisprüfung für Ärzte

  • Bereiten Sie sich bereits ab dem Tag Ihrer Anmeldung auf die Prüfung vor.
  • Wenn Sie die Gebühr bezahlt haben, erhalten Sie den nächsten freien Termin. Bitte zahlen Sie die Gebühr auch wenn Sie den Termin verschieben möchten.
  • Die Prüfung kann in ganz Nordrhein-Westfalen erfolgen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Wunschtermine und Wunschorte nicht berücksichtigt werden können.
  • Sie erfahren spätestens 5 Tage vor dem Prüfungstermin, wann und wo Ihre Prüfung ist (Ladung, vgl. § 37 Abs. 3 S. 2 ÄApprO). Telefonisch kann das LPA keine Auskunft erteilen. Wenn es möglich ist, erhalten Sie die Ladung aber auch früher.
  • Sie können den Prüfungstermin nur verschieben oder sich wieder abmelden, wenn Sie einen wichtigen Grund haben (z.B. Krankheit, Unfall, Tod eines nahestehenden Familienangehörigen, § 18 Abs. 1 bzw. § 19 Abs. 1 ÄApprO nur bei einem wichtigen Grund erfolgen).
  • Sie können die Kenntnisprüfung zweimal wiederholen, wenn Sie nicht bestehen.
  • Sie werden in den Fächern Innere Medizin und Chirurgie geprüft. Ergänzend werden immer Fragen zu den Bereichen Notfall­medizin, Klinische Pharma­ko­logie/Pharma­ko­therapie, Bild­gebende Verfahren, Strahlen­schutz, Recht­fragen der ärztlichen Berufsausübung gestellt.
  • Wenn sich Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer oder Ihre E-Mail Adresse ändert, informieren Sie das Landesprüfungsamt und Ihre zuständige Bezirksregierung bitte sofort. Wenn Ihre Adresse nicht richtig ist, kann die Ladung Sie nicht erreichen und Sie werden von der Prüfung abgemeldet. Die Wartezeit beginnt dann von neuem, wenn Sie sich nochmal anmelden müssen.
  • Wenn Sie schwanger sind, schicken Sie bitte eine Bescheinigung einer Fach­ärztin/eines Fach­arztes für Gynäkologie, dass Sie trotzdem an der Prüfung teilnehmen können.

Anschrift des Landesprüfungsamtes

Bezirksregierung Düsseldorf
Dez. 24 – LPA
„Kenntnisprüfung“
Am Bonneshof 35
40474 Düsseldorf
E-Mail: gleichwertigkeitspruefung@brd.nrw.de

Bitte geben Sie im Betreff stets „Kenntnisprüfung Ärzte“ und Ihr Aktenzeichen an.


Konformitätserklärung

Konformitätsbescheinigung

Bescheinigung der zuständigen Behörde des Studienlandes, dass die abgeschlossene Ausbildung den Mindestanforderungen des Art. 24 der Richtlinie 2005/36/EG des Rates vom 07.09.2005 (Berufsanerkennungsrichtlinie) entspricht.

Erworbene Rechte

Sind die Mindestanforderungen des Art. 24 der Richtlinie 2005/36/EG nicht erfüllt, so ist die Vorlage einer

Bescheinigung der zuständigen Behörde des jeweiligen Staates notwendig, aus der sich ergibt, dass während der letzten fünf Jahre mindestens drei Jahre lang ununterbrochen, tatsächlich und rechtmäßig der Beruf in einem europäischen Staat in Vollzeit ausgeübt wurde (Art. 23 Abs. 1 der Richtlinie 2005/36/EG).

Äquivalenzbescheinigung

Bescheinigung der zuständigen Behörde, aus der sich ergibt, dass die Ausbildungsnachweise in dem jeweiligen Hoheitsgebiet die gleiche Rechtsgültigkeit hinsichtlich des Zugangs zum Beruf und dessen Ausübung haben, wie die in diesem Hoheitsgebiet erworbene Ausbildungsnachweise.

Für Ausbildungsnachweise aus zerfallenen Staaten (z. B. ehemalige Tschecheslowakei)  kommt es für die Anwendung der durch den Beitrittsvertrag eingeräumten Rechte im Wesentlichen auf eine dreijährige Tätigkeit im Hoheitsgebiet des Nachfolgestaates (z. B. Tschechische Republik und Slowakei) an.

Zusätzliche Informationen

Service-Bereich, Kontaktformular, Inhaltsverzeichnis

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